Neue Wandertermine

Liebe Besucherinnen unserer Website!

Wir freuen uns riesig, dass wir jetzt von den Lockerungen, die das Bundesland Hessen gestattet hat, profitieren.

Ana und ich haben besprochen, dass wir, sehr zu unserem Bedauern, fürs erste darauf verzichten, zu gemeinsamem Kochen einzuladen. Das ist den Räumlichkeiten des Nabu Horlofftal nicht möglich und auch nicht erlaubt zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Was wir aber anbieten können, sind gemeinsame Wanderungen, kleine Exkursionen in die Umgebung. Damit wollen wir starten.

In weiteren Touren wenden wir uns den Drei Teichen, dem Wallenberg und dem Müllerweg zu.

Wir legen den Schwerpunkt auf das Erkennen der Pflanzen und reden natürlich über die Verwendungsmöglichkeiten. Empfehlungen zu medizinischen Anwendungen werden nicht gegeben. Wenn es möglich ist, kann auch jeweils eine kleine Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Wir empfehlen, an eine Kamera zu denken und eventuell an Schreibzeug.

Zur Sicherheit: Wenn Sie Krankheitssymptome spüren, bleiben Sie zuhause.

Wir haben draußen die Möglichkeit, den Abstand groß zu halten. Es muss also keine Maske getragen werden. Wer sich aber wohler fühlt damit, bringt sich natürlich seine Maske mit und evtl. etwas zum Hände säubern.

Alle versorgen sich selbst mit Getränken und Proviant.

Wir verlangen keine An- und Abmeldung.

Als Veranstalterinnen sind wir verpflichtet, die Kontaktdaten jeder teilnehmenden Person zu erfassen und aufzubewahren. Damit das zügig geschehen kann, bitten wir darum, eine Visitenkarte bzw.  einen Zettel mit Namen, Adresse und Telefonnummer mitzubringen.

Wir sind froh, wenn Sie den  Beitrag von 12,00 EUR möglichst passend  zur Hand haben.

Alle nehmen auf eigene Verantwortung teil.

Zu unserem Veranstaltungskalender

Heilpflanze des Jahres 2020: Die gewöhnliche Wegwarte (cichorium intybus)

Wegwarte-Blüte - Bild © moonlight 3 auf Pixabay

Die diesjährige Wahl traf eine unserer „Lieblingspflanzen“. Im letzten heißen Sommer war sie häufig an Straßen und Wegen zu sehen und hat uns mit ihren blauen Blüten begeistert. Wir sind ihr auf unseren Kräuterwanderungen oft begegnet und haben die Blüten auch in unseren Menüs verwendet.

Es ist nicht immer einfach, sie an Orten zu finden, an denen auch gesammelt werden kann, da sie es liebt an Wegrändern (logisch, wenn man so heißt!) zu erscheinen. Sie ist quasi die „Mutter“ vieler Salatpflanzen, wie Chicorée, Radicchio und Endivie. Die enthaltenen Bitterstoffe wirken sich positiv auf die Verdauung aus. Früher wurde sie auch in größerem Umfang der Wurzel wegen angebaut, vor allem um in Kaffeegetränken Verwendung zu finden (Muckefuck).

Wegen ihres auffallenden Blautons in der Blüte war sie auch eine in Zauberdingen wichtige Pflanze, vor allem in Liebeszaubern, und vielleicht war sie auch die Blaue Blume der Romantik, in ein paar Gedichten und Sagen taucht sie auf: das verlassene, am Wege nach dem Geliebten ausschauende Mädchen wird in eine Wegwarte verwandelt…gilt natürlich nur für blauäugige Mädchen…

Alle Jahre wieder! – Kücheninspirationen

Unser Bericht…

Wenn der Sommer zu Ende ist, fangen in unseren Breiten alle Köchinnen und Köche an, anders zu würzen, anderes zuzubereiten, und wenn es dann in die Advents- und Weihnachtszeit geht, hat man so richtig Lust auf Zimt, Nelken, Muskat und vieles mehr.

Das wollten wir mit einer kleineren Gruppe zusammen zelebrieren und so luden wir erstmals ein zu „Alle Jahre wieder!“

Beim Kaffee mit Apfelbrot machten wir uns bekannt und besprachen die einzelnen Projekte.

In der Küche starteten zwei Frauen mit der Herstellung des Wildfruchtsenfs, gleichzeitig wurden die Holunderbeeren für die Holunder-Essig-Reduktion kräftig aufgekocht. Im Seminarraum nahm das Löwenzahwurzel-Konfekt bald Formen an. Nebenan wurden die vielen Gewürze (Muskatnuss, Zimtrinde, Zimtblüte, Nelkenblüte etc.) für die „Nervenplätzchen“ gemörsert und mit Butter unter das Mehl gemengt. Am großen Tisch standen bald viele Fläschchen, in die mit großer Sorgfalt Weißdornbeeren  und Vanilleschote für den Herzwein gefüllt wurden.


Es roch überwältigend und es entwickelte sich „entspannte Geschäftigkeit“.

Wer schon fertig war, schmökerte in den Kochbüchern, fachsimpelte mit den Anderen. Zum Abschluss sollte das gemeinsame Essen kommen. Also übernahmen einige die Herstellung von gefüllten Wan-Tan-Täschchen, die dann der vorbereiteten klaren Linsensuppe (Rezept folgt) zugegeben wurden.

Den Abschluss bildete  ein warmer Pflaumenröster (natürlich auch mit entsprechenden Gewürzen) und gut gekühlte Vanillesahne….andächtige Stille!

Die Rezepte zur bzw. aus der Veranstaltung:

Klare Linsensuppe mit Linsen-Wan-Tan

Apfel-Nuss-Brot

Zwetschgenröster

Nervenkekse

Löwenzahnkonfekt


Apfelzeit (2019)

Apfelzeit – in und um Trais-Horloff

Zur Begrüßung  gab es eine heiße Tasse Tee, am Kaminfeuer kreiert von Renate. So gestärkt machten wir uns auf zum Kalten Rain. Dort, am Johannisbrotbaum, berichteten wir von der Verarbeitung der Schoten zu Carobpulver. Anschließend ging es weiter zu den Apfelbäumen, wo wir fleißig sammelten und probierten. Dabei kamen wir auf diese alte Weisheit: Ein Apfel am Tag und der Doktor bleibt, wo er mag.

Bei gutem Wetter mit einer wunderschönen Aussicht bis zum Taunus sprachen wir über Streuobstwiesen, über alte und neue Apfelsorten sowie deren Inhaltsstoffe.

Schwer fiel uns der Abschied vom Kalten Rain. Dafür erwartete uns jedoch der angenehm mit Kaminfeuer beheizte Alte Bahnhof Trais-Horloff, warmer, leckerer Tee und eine schöne Erzählung aus der Mythologie des Zankapfels.

Schließlich machten wir uns daran, die Äpfel zu schneiden, zu karamellisieren und Blinis zu backen. Das mit viel Freude und  Liebe zubereitete Apfelmenü haben wir uns dann schmecken lassen.

Rezept: Cremige Apfelsuppe

5 säurehaltige Äpfel
2 große Zwiebeln                              
1 rote Bete                                 
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer

[Zum Rezept]

Schätze des Sommers

Üblicherweise gehen wir bei unseren Veranstaltungen zusammen los in unsere Lieblingssammelgebiete, erklären, was wir finden, ernten, was wir benötigen, kochen zusammen und essen natürlich hinterher gemeinsam. Aber wir nehmen nichts mit, um es für später aufzubewahren.

Bei „Die Schätze des Sommers“ wollten wir zeigen, was man aus den gesammelten Kräutern und Früchten herstellen kann, um zu einem späteren Zeitpunkt etwas Gutes für die Küche oder Körperpflege zur Verfügung zu haben.


Also bauten wir für die Teilnehmerinnen Tische mit verschiedenen Arbeitsplätzen auf. Sie konnten Kräutersträußchen binden zum Mitkochen in Eintopf oder Sauce, im Mörser Kräutersalz herstellen, Essig mit Kräutern und Früchten aromatisieren, Fußpuder machen, Salbe kochen und Räucherbündel wickeln. Außerdem wurde gezeigt, wie man aus verschiedenen Früchten, Gemüsen und Gewürzen ein aromatisches Chutney zubereitet.


Und das gab es nicht nur zum Mitnehmen nach Hause, das wurde gleich zum Probieren zum Essen gereicht. Außerdem kamen warme Blätterteigecken, Couscoussalat mit Roten Beten und zum Nachtisch Pflaumen-Tiramisu auf den Tisch.

Sehen, fühlen, schmecken

– war das Motto der diesjährigen Apotheken-Wanderung.

Wie schon im letzten Jahr sprach die Hof-Apotheke Hungen eine Einladung zur Kräuterwanderung aus: am 17.08.2019 begrüßten das Ehepaar Anhäuser und wir Kräuterfrauen die Interessierten auf dem Parkplatz am Bürgerhaus Steinheim (Hungen). Wer wollte, bekam Stift und Block für die Notizen mit auf den Weg.

Die Gruppe verließ den Ort und entdeckte schon gleich erste Heilkräuter, die es in unterschiedlicher Zubereitung auch in der Apotheke zu kaufen gibt. Johanniskraut, Brennnesseln, Schafgarbe und Spitzwegerich wuchsen direkt am Weg. An einem Blühstreifen gab es Ringelblumen zu sehen, Baldrian stand an einem Graben und weiter oben am Hügel konnte anhand einer Weide über die Entstehung eines sehr bekannten Schmerzmittels erzählt werden.

Unter angeregten Gesprächen erreichten alle den „Gipfel“ des Hügels und nachdem man kurz die Fernsicht bewundert hatte, fiel der Blick auf ein Tischchen, das dort mitten in der Wiese stand. Ana und ich hatten vor dem Start bereits eine kleine Erfrischung dort deponiert, so dass alle zugreifen konnten: Bällchen aus Schaffrischkäse in Blüten bzw. Kräuter gehüllt, kleine frittierte Röllchen mit Beinwellblättern und eine Blüten-Fruchtlimonade.

Am Fuße des Hügels, als man zum Abschluss im Kreis zusammen stand, erzählte ein Steinheimer Teilnehmer noch kurz über dieses besondere Streuobstgebiet, den „Kaltenrain“ , den wir sehr zu schätzen wissen und den wir immer wieder gerne aufsuchen.

Teamtag – Naturkostladen Lich am 10.08.2019

Am Samstag begrüßten Ana und ich alle Frauen, die im Licher Naturkostladen tätig sind. Nachdem unsere „Kraut&Kochen“ Werbung schon immer im Laden ausgehängt wird und auch einige Komponenten unserer Menus von dort kommen, freuten wir uns, alle Frauen im Nabu-Zentrum „Alter Bahnhof“ in Trais-Horloff (Hungen) willkommen heißen zu können.

Wir brachen auf zu einer kleinen Kräutererkundung auf dem „Kaltenrain“ in Steinheim mit anschließendem kleinen Imbiss. Brennnesseln voller Samen, zarte blaue Glockenblümchen, Schafgarbe und Johanniskraut – trotz des schwierigen Wetters diesen Sommer gab es einiges zu sehen und zu erklären. Außerdem genossen alle die spektakuläre Fernsicht von ganz oben.

Zurück im Nabu-Zentrum wurde letzte Hand an den Kräutersalat mit Erdbeeren gelegt, Bannock-Brötchen mit Kräutern dazu ausgebacken und bei interessanten Gesprächen klang der Abend aus.

Danke für euren Besuch!