Neue Wandertermine

Liebe Besucherinnen unserer Website!

Wir freuen uns riesig, dass wir jetzt von den Lockerungen, die das Bundesland Hessen gestattet hat, profitieren.

Ana und ich haben besprochen, dass wir, sehr zu unserem Bedauern, fürs erste darauf verzichten, zu gemeinsamem Kochen einzuladen. Das ist den Räumlichkeiten des Nabu Horlofftal nicht möglich und auch nicht erlaubt zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Was wir aber anbieten können, sind gemeinsame Wanderungen, kleine Exkursionen in die Umgebung. Damit wollen wir starten.

In weiteren Touren wenden wir uns den Drei Teichen, dem Wallenberg und dem Müllerweg zu.

Wir legen den Schwerpunkt auf das Erkennen der Pflanzen und reden natürlich über die Verwendungsmöglichkeiten. Empfehlungen zu medizinischen Anwendungen werden nicht gegeben. Wenn es möglich ist, kann auch jeweils eine kleine Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Wir empfehlen, an eine Kamera zu denken und eventuell an Schreibzeug.

Zur Sicherheit: Wenn Sie Krankheitssymptome spüren, bleiben Sie zuhause.

Wir haben draußen die Möglichkeit, den Abstand groß zu halten. Es muss also keine Maske getragen werden. Wer sich aber wohler fühlt damit, bringt sich natürlich seine Maske mit und evtl. etwas zum Hände säubern.

Alle versorgen sich selbst mit Getränken und Proviant.

Wir verlangen keine An- und Abmeldung.

Als Veranstalterinnen sind wir verpflichtet, die Kontaktdaten jeder teilnehmenden Person zu erfassen und aufzubewahren. Damit das zügig geschehen kann, bitten wir darum, eine Visitenkarte bzw.  einen Zettel mit Namen, Adresse und Telefonnummer mitzubringen.

Wir sind froh, wenn Sie den  Beitrag von 12,00 EUR möglichst passend  zur Hand haben.

Alle nehmen auf eigene Verantwortung teil.

Zu unserem Veranstaltungskalender

Neues Frühlingsrezept

Mit Kochen und neuen Rezepten trotze ich der schwierigen Zeit!

Sogar die Starköchin Sarah Wiener berichtet, wie gesund die Vogelmiere ist. Diese Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse schmeckt leicht nach Erbsen, enthält sehr viel Chlorophyll, Vitamin C und Phosphor. Dadurch gehört sie zu den blutreinigenden und mineralischen Wildpflanzen. – Hier ein Rezept, inspiriert von der Zeitschrift Essen und Trinken:

Wildkräuter-Tarte

Mürbeteig:
250g Mehl
100g Zucker
1Ei
170g weiche Butter
1 Prise Salz
40g gemahlene Mandeln

Zuerst das Ei mit dem Zucker und der Butter schaumig schlagen, dann das Mehl, Salz und Mandeln dazugeben und rasch zu einem Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie 30 Minuten kalt stellen. Anschließend den Teig ausrollen,  in eine eingefettete Form einarbeiten, mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten (Ober-/Unterhitze ca. 200 Grad, Umluft 180 Grad) 12 Minuten backen. Danach auskühlen lassen und für 1 Stunde ins Gefrierfach stellen. So bekommt man den Boden besser aus der Form.

Belag:
20g Vogelmiere, Giersch und Sauerampfer
20g Basilikum
4 Eigelb
40g Speisestärke
50ml Milch
60g Zucker
1 Prise Tonkabohne, 1 Prise Kardamom, 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz

Die Kräuter waschen und in Salzwasser 5 Sekunden blanchieren, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken, gut ausdrücken und in 50ml Milch sehr fein pürieren.

Die restliche Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote, Zucker, Tonkabohne, Kardamom und Salz aufkochen.

Die Eigelbe aufschlagen, die Stärke mit etwas kaltem Wasser glatt verrühren und zu der Eigelbmasse geben.

Die pürieren Kräuter und die Eigelbmasse in die kochende Milch rühren und die Vanilleschote entfernen. Die Creme aufkochen lassen, auf den Boden gießen und über Nacht kalt stellen.

Am nächsten Tag die Tarte mit Beeren und Veilchen dekorieren und mit Puderzucker bestäuben; sie kann auch mit anderen Kreationen (Schokolade, Nüssen oder Krokant) dekoriert werden.

Guten Appetit!

Löwenzahngelee

Im Moment blüht überall der Löwenzahn und das Wetter ist trocken, ideale Bedingungen für die Herstellung eines Gelees aus Löwenzahnblüten. Es gibt viele Rezepte dafür, ich mache es meist so:

  1. Sammeln der Blüten (Bild 1): In ein Sieb oder einen Korb sammle ich die Blüten so um die Mittagszeit, wenn sie richtig trocken sind. Ich nehme mir dafür Zeit und zupfe die Blütenblättchen gleich vom Boden des Blütenkorbs ab.

  2. Ansatz (Bild 2 ): Ich fülle die Blüten in ein Kochgefäß, ohne sie zu waschen und bedecke sie mit naturtrübem Apfelsaft, gebe dazu Zitronenscheiben und in diesem Fall ein Stück einer Vanilleschote. Das lasse ich in der Küche über Nacht stehen und wenn ich da vorbei komme, rühre ich den Ansatz um.

  3. Am nächsten Morgen wird alles erhitzt, aber nicht gekocht. Das mache ich so dreimal über den Vormittag verteilt. Dann wird abgesiebt, die Blüten gut ausgedrückt, die genaue Menge festgestellt und die gleiche Menge Gelierzucker dazugegeben (Bild 3).

  4. Gläser und Deckel vorbereiten.

  5. Unter ständigem Rühren aufkochen, probieren, ob die Säure stimmt und ggf. Zitronensaft zugeben und solange köcheln lassen, bis alles anfängt zu gelieren.

  6. Heiß abfüllen, verschließen und abkühlen lassen (Bild 4). Etikettieren!

    Varianten sind natürlich möglich: Orangen verwenden, andere Gewürze, statt Gelierzucker mit anderem Süßungsmittel einen Sirup herstellen, noch andere Blüten dazugeben, die Blüten drinlassen…

Löwenzahnblütenparfait

(Rezept für 6 Personen)

Zutaten:
100g Zucker
5 Eigelb
4 EL Löwenzahnhonig
Etwas Zitronensaft und abgeriebene Orangenschale
4 EL Orangenlikör
1 Vanilleschote
1 Vanillezucker
500 ml süße Sahne
Etwas geriebene Bitterschokolade
80 g gut gereinigte Löwenzahnblüten

Zubereitung:
Zuerst die Eigelb so lange rühren, bis sie eine weiß-gelbe Farbe annehmen. Dann mit dem Zucker, Vanillezucker und ausgekratzter Vanilleschote zu einer hellen Creme schlagen. Löwenzahnhonig, Zitronensaft, Orangenschale und
Orangenlikör verrühren. Die Sahne steif schlagen und die Löwenzahnblüten zusammen unter die Masse ziehen.

In eine Form füllen, mit Schokolade bestreuen.
Über Nacht ins Gefrierfach stellen und ca. 1 Stunde vor dem Essen in
den Kühlschrank stellen.


Neues Projekt: Fermentieren von Wildkräutern

Schon länger habe ich die Beschreibungen von sog. Fermenten, die man im Netz findet, aufmerksam gelesen und wollte das dieser Tage ausprobieren. Ich wollte aber weder Sauerkraut machen, noch Möhren milchsauer vergären, sondern habe das verwendet, was zuhauf in meinem Garten gerade zu finden ist: verschiedene Wildkräuter
(Bild 1, unten Mitte: Giersch, rechts rum: Taubnessel, Vogelmiere, kl. Wiesenknopf/Pimpinelle, Wiesenlabkraut,Knoblauchrauke, wilder Lauch).

Ich verwende hier ein recycletes Glas, in das ich die klein geschnittenen Kräuter gebe, mit wenig Salz (Bild 2) und viel Kraftaufwand (Bild 3) ordentlich zusammenstampfe. Das Ziel ist, dass aus dem Gemenge die Luft raus kommt, die Zellen gequetscht werden, um Saft austreten zu lassen. Da schon lange kein Regen mehr gefallen ist, waren die Kräuter nicht so saftig, wie gedacht. Da habe ich am Ende etwas abgekochtes Wasser zugegeben. Wenn alles gut verdichtet ist, sollte etwas Flüssigkeit über dem Grünzeug stehen.


Das Ganze sollte nun etwa 3 Tage warm stehen, damit  die Fermentation in Gang kommt. Außerdem soll das ohne Sauerstoff geschehen. Deshalb habe ich mit einer Gefriertüte, die ins Glas gestopft wird, dann mit Wasser aufgefüllt (Bild 4), mein Glas verschlossen. Wie gesagt, milde Wärme hilft. Dann sollten sich im Glas schöne Bläschen entwickeln und der Geruch sollte angenehm sein! Wenn dem so ist, kann ab Tag 4 alles kühl gestellt werden und man muss noch weitere 2-4 Wochen warten, bis man das Endprodukt genießen kann.

Anmerkung: In solch ein Glas passen geradezu unglaubliche Mengen Grünzeug. Ich musste nochmal raus und ernten gehen.

Ich habe es jetzt noch nicht getestet, aber falls der Geschmack überzeugt, werden weitere Experimente folgen.

Kurzfassung auch auf Instagram: renatehecht, KrautundKochen Hessen

Was wir jetzt tun können

Gegenwärtig wird viel über eine gesunde, die körpereigene Abwehr fördernde Ernährung gesprochen, mehr als sonst im Frühjahr. Und natürlich spielen da die Wild- und Gartenkräuter für uns eine ganz große Rolle.

Da viele Menschen nun wegen der Ausgangsbeschränkungen mehr Zeit im Garten verbringen, lohnt es sich, der Frage nachzugehen, was wir jetzt dort vorfinden können und wie es sich verwerten lässt.

Wer keinen „Rasen“ hat, sondern eher eine kleine Wiese, ist dieser Tage klar im Vorteil. Wir finden darin in unserer Region Gänseblümchen, Löwenzahn, Vogelmiere, Spitzwegerich, Giersch, Pimpinelle und an den Rändern vielleicht Brennnesseln, Taubnesseln und Gundelrebe. Damit hätten wir schon neun Kräuter, die in unsere „Grüne Neune“ passen.

Ein großer Vorteil: Einige der Kräuter sind auch Anfängern in der Wildkräuterkunde bekannt und können nicht verwechselt werden.

Es lohnt sich, diese Kräuter in unserem Essen eine große Rolle spielen zu lassen. Die verwendeten Mengen müssen nicht groß sein, da der Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen so viel höher ist, als bei gekauften Kräutern und Gemüsen. Für den Einstieg kann man eine Hand voll Kräuter pro Person zum Beispiel in einer Suppe ansetzen.

Knoblauchsrauke – ein Rezept

In meinem Garten ist sie die Frühlingsbotin schlechthin.
Ihr Geschmack ist dem des Knoblauchs sehr würdig.
Sie gehört mit dem Senfölglykosiden, den ätherischen Ölen und den
Mineralien unbedingt in die Wildpflanzen-Nahrung und zur
Stärkung der Abwehrkräfte dazu.
Sie wirkt wundheilend, desinfizieren und schleimlösend.

Schupfnudeln mit Knoblauchsrauken-Pesto

(für 4 Personen)
Für die Schupfnudeln:
500g mehlig kochende Kartoffeln
4 Eigelbe
1EL Speisestärke
100g Mehl
Salz ,Pfeffer, Muskatnuss

Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, ausdampfen lassen, pellen und durch die Kartoffelpresse ausdrücken.
Mit Mehl, den Eigelb, Speisestärke, Pfeffer, Salz und Muskatnuss
zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zur Rolle formen und in 2cm
breite Stücke schneiden, in den Händen zu kleinen, spitz zulaufenden
Nudeln formen. In einen Topf mit siedendem Salzwasser legen.
Wenn die Nudeln aufsteigen mit einer Schaumkelle herausnehmen
und in einer Pfanne mit Butter goldgelb braten.

Für das Pesto:
2 gute Hände voll Knoblauchsraukenblätter
1EL geröstete Sonnenblumenkerne
2EL Zitronensaft und etwas Zitronenabrieb
100ml Sonnenblumenöl
100g geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer

Die gewaschenen und getrockneten Knoblauchsraukenblätter
mit allen anderen Zutaten in ein Gefäß geben, mit Zauberstab
zu einem feinen Pesto verarbeiten, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft
und der Zitronenschale abschmecken.

Zur Dekoration:
2EL Vollkornbrotbröseln mit Walnüssen in Butter goldbraun anbraten. Schupfnudeln mit etwas Knoblauchsrauken-Pesto, geriebenem
Parmesan, den Brotbröseln und Walnüssen hübsch anrichten
und, wer es mag, mit Gänseblümchen und Veilchen dekorieren.

Guten Appetit!