Erdbeer-Holunderblüten-Kuchen

Vorbereitung:
Zuerst einen Mürbeteig- oder Biskuitboden vorbacken.

Zutaten:
6 Dolden Holunderblüten
250g Sahne
50g gemahlene Mandeln
1 Ei
½ Päckchen Vanillesoßen-Pulver
1 Päckchen Vanillezucker
500g Erdbeeren
1 Päckchen Tortenguss
2 Hände voll Holunderblüten

Füllung:
250ml Sahne mit 6 Dolden Holunderblüten (möglichst nur die Blüten)
einmal aufkochen und über Nacht kühl stehen lassen.
Ein Ei in die Holunderblütensahne mit den Mandeln, dem Vanillesoßenpulver und dem Vanillezucker verrühren.

Das Ganze auf den vorgebackenen Boden gießen und im vorgeheizten Backofen 170 Grad/Umluft zirka 20 Minuten backen und auskühlen lassen.

Die gesäuberten und getrockneten Erdbeeren auf dem Boden verteilen. Den Tortenguss mit den restlichen Holunderblüten einmal aufkochen lassen und über die Erdbeeren gießen.

Es ist  sehr wichtig, dass sowohl die Holunderblüten als auch die Beeren im gekochten Zustand verarbeitet werden, da diese sonst Verdauungsprobleme verursachen.

„Die Spargel-Erdbeeren-Holunderblüten Saison ist für mich die schönste Zeit im Jahr.“

Ana Farago-Macht

Sonntagsspaziergang

Einen sehr informativen Sonntagsspaziergang hatten wir mit den Teilnehmenden der letzten Kräuterwanderung vom Bürgerhaus Hungen-Steinheim aus. Im Frühsommer herrschen gute Bedingungen für die Pflanzen, vor allem nach den letzten Regenfällen. So konnten wir Wegerich, Brennnessel, Schafgarbe, Kamille, Giersch, die geschützten Kornblumen und Kartäusernelken und letzte Holunderblüten, sowie erste Kirschen am „Kalter Rain“ zeigen. Bei der Fülle an Wissenswertem über die Wildkräuter wurde mitgeschrieben oder auch die Diktierfunktion des Smartphones genutzt, um sich später auch besser erinnern zu können.

Bisher hatten wir den Sonntag nicht als Veranstaltungstag genutzt. Dieser Kräuterspaziergang hat uns aber angeregt darüber nachzudenken, ob so ein zweistündiger Spaziergang zwischen 11 und 13 Uhr am Sonntag für manche nicht von Interesse sein könnte.

Feedback erwünscht!
Schreibt uns gerne eure Meinung dazu übers Kontaktformular oder direkt an renatehecht@web.de.

„Hof Grass“ – Kräuterwanderung vom 30. Mai 2020

Zur ersten Veranstaltung in diesem denkwürdigen Jahr konnten Ana und ich 9 Interessierte begrüßen. Wir starteten von Hof Grass aus, vorbei an blühenden Holundersträuchern über die Horloff und auf  Wiesenwegen in Richtung der Strochennester konnten wir Wildkräuter vorstellen, die in der Küche zum Einsatz kommen können, wie zum Beispiel der Spitzwegerich, der Giersch und die Knoblauchsrauke.

Natürlich ging es auch darum, was Wildkräuter für unsere Gesundheit leisten können, vor allem aber um die ungewöhnlichen Geschmackskomponenten, die sie in den Küchenalltag zaubern. Der weitere Weg führte uns über den Hügel von Kirch Grass, wo Kamille, Kornblume und Mohn in voller Blüte standen. – Ein Fest für die Sinne!

Holunder (Sambucus nigra)

In drei Wochen ist Mittsommernacht und der Holunderbaum ist in voller Blüte. Er lädt förmlich dazu ein, aus seinen Blüten etwas zuzubereiten.
Oft wächst er in der Nähe der Menschen, beschützt das Haus und ist Hausapotheke zugleich.
Aus den Blüten und später aus den Beeren lassen sich allerhand köstliche Speisen und Getränke zubereiten.

Rezept: Ein „etwas anderer“ Holunder-Sirup

Zutaten
20 Holunderblüten (Rotlaubiger-Schlitzholunder),
3l Wasser,
2 kg Zucker,
40 g Zitronensäure,
1 Biozitrone.

Zubereitung
Die Blüten von dem Stängel abzupfen und in 3l Wasser aufkochen.
24 Stunden an einem kühlen Ort stehen lassen, ab und zu umrühren. Anschließend den Sud filtern mit Zucker, Zitronensäure und den Zitronenscheiben aufkochen, in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Dieser Sirup ist rosa, wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist. Er schmeckt auch etwas anders als der bekanntere, gelbgrüne Sirup.

Genießen Sie ihn!
Ana Farago-Macht

Löwenzahn-Bärlauchblüten-Chutney

Zutaten:

70g Löwenzahnblüten, gezupft
70g Bärlauchblüten, gezupft
3 Stangen Rhabarber, geschält
1 Birne
3 Zwiebel
1 Frühlingszwiebel
70g  getrocknete Aprikosen
1 Chilischote
1 Zehe Knoblauch
1EL Ingwer gerieben  
1TL Kurkuma gerieben
1EL Currypulver
Apfelessig nach Geschmack
100 ml Apfelsaft
1TL Salz
Rohrzucker nach Geschmack
Frischer Kerbel

Zubereitung

  • Birne, Zwiebeln, Knoblauch, Aprikosen, Rhabarber, Chilischote in gleich große Würfel schneiden.
  • Die gezupfte Löwenzahn- und Bärlauchblüten mit allen anderen Zutaten mischen.
  • In einem Topf 10 Minuten köcheln und danach 24 Stunden zugedeckt ziehen lassen.
  • Am nächsten Tag eine gute Stunde köcheln lassen, bis das Chutney die Konsistenz einer Marmelade hat.
  • Das Chutney in sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss abfüllen und die Gläser verschließen. Drei Wochen stehen lassen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.  

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Chutney kommt aus Indien und ist eine süß-sauer sowie eine scharf-pikante Sauce, die gerne zu Reis, Käse, Fleisch und Fischgerichten gereicht wird. Dabei ist es wichtig, eine gute Balance zwischen Süß- Sauer- Schärfe, Gewürzen und Kräutern zu bekommen. Es macht sehr viel Spaß, die Lebensmittel zu kombinieren, da ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt.                                                                                  

Ana Farago-Macht,  07.05.2020

Neue Wandertermine

Liebe Besucherinnen unserer Website!

Wir freuen uns riesig, dass wir jetzt von den Lockerungen, die das Bundesland Hessen gestattet hat, profitieren.

Ana und ich haben besprochen, dass wir, sehr zu unserem Bedauern, fürs erste darauf verzichten, zu gemeinsamem Kochen einzuladen. Das ist den Räumlichkeiten des Nabu Horlofftal nicht möglich und auch nicht erlaubt zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Was wir aber anbieten können, sind gemeinsame Wanderungen, kleine Exkursionen in die Umgebung. Damit wollen wir starten.

In weiteren Touren wenden wir uns den Drei Teichen, dem Wallenberg und dem Müllerweg zu.

Wir legen den Schwerpunkt auf das Erkennen der Pflanzen und reden natürlich über die Verwendungsmöglichkeiten. Empfehlungen zu medizinischen Anwendungen werden nicht gegeben. Wenn es möglich ist, kann auch jeweils eine kleine Menge für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Wir empfehlen, an eine Kamera zu denken und eventuell an Schreibzeug.

Zur Sicherheit: Wenn Sie Krankheitssymptome spüren, bleiben Sie zuhause.

Wir haben draußen die Möglichkeit, den Abstand groß zu halten. Es muss also keine Maske getragen werden. Wer sich aber wohler fühlt damit, bringt sich natürlich seine Maske mit und evtl. etwas zum Hände säubern.

Alle versorgen sich selbst mit Getränken und Proviant.

Wir verlangen keine An- und Abmeldung.

Als Veranstalterinnen sind wir verpflichtet, die Kontaktdaten jeder teilnehmenden Person zu erfassen und aufzubewahren. Damit das zügig geschehen kann, bitten wir darum, eine Visitenkarte bzw.  einen Zettel mit Namen, Adresse und Telefonnummer mitzubringen.

Wir sind froh, wenn Sie den  Beitrag von 12,00 EUR möglichst passend  zur Hand haben.

Alle nehmen auf eigene Verantwortung teil.

Zu unserem Veranstaltungskalender

Neues Frühlingsrezept

Mit Kochen und neuen Rezepten trotze ich der schwierigen Zeit!

Sogar die Starköchin Sarah Wiener berichtet, wie gesund die Vogelmiere ist. Diese Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse schmeckt leicht nach Erbsen, enthält sehr viel Chlorophyll, Vitamin C und Phosphor. Dadurch gehört sie zu den blutreinigenden und mineralischen Wildpflanzen. – Hier ein Rezept, inspiriert von der Zeitschrift Essen und Trinken:

Wildkräuter-Tarte

Mürbeteig:
250g Mehl
100g Zucker
1Ei
170g weiche Butter
1 Prise Salz
40g gemahlene Mandeln

Zuerst das Ei mit dem Zucker und der Butter schaumig schlagen, dann das Mehl, Salz und Mandeln dazugeben und rasch zu einem Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie 30 Minuten kalt stellen. Anschließend den Teig ausrollen,  in eine eingefettete Form einarbeiten, mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten (Ober-/Unterhitze ca. 200 Grad, Umluft 180 Grad) 12 Minuten backen. Danach auskühlen lassen und für 1 Stunde ins Gefrierfach stellen. So bekommt man den Boden besser aus der Form.

Belag:
20g Vogelmiere, Giersch und Sauerampfer
20g Basilikum
4 Eigelb
40g Speisestärke
50ml Milch
60g Zucker
1 Prise Tonkabohne, 1 Prise Kardamom, 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz

Die Kräuter waschen und in Salzwasser 5 Sekunden blanchieren, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken, gut ausdrücken und in 50ml Milch sehr fein pürieren.

Die restliche Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote, Zucker, Tonkabohne, Kardamom und Salz aufkochen.

Die Eigelbe aufschlagen, die Stärke mit etwas kaltem Wasser glatt verrühren und zu der Eigelbmasse geben.

Die pürieren Kräuter und die Eigelbmasse in die kochende Milch rühren und die Vanilleschote entfernen. Die Creme aufkochen lassen, auf den Boden gießen und über Nacht kalt stellen.

Am nächsten Tag die Tarte mit Beeren und Veilchen dekorieren und mit Puderzucker bestäuben; sie kann auch mit anderen Kreationen (Schokolade, Nüssen oder Krokant) dekoriert werden.

Guten Appetit!