Kraut&Kochen beim
„Gesundheitstag“ in Hungen

Am 14.08.21 waren wir bei Cordula Schäfer (Sport Schäfer) in Hungen eingeladen. Sie gestaltete einen ganzen Gesundheitstag. Logischerweise ging es da um Bewegung, aber auch um Ernährung. Da kamen Ana und ich ins Spiel.

An diesem heißen Sommertag trafen wir am schattigen Waldrand mit der Gruppe zusammen. Wir konnten den Wert von Wildkräutern in der Ernährung umreißen und dann auch einige vorstellen, allen voran Löwenzahn, Spitzwegerich und Brennnessel. Auf dem gemeinsamen Rückweg nach Hungen machten wir Halt beim Holunderbusch und den Hagebutten, die wir stellvertretend für die vielen köstlichen Wildfrüchte vorstellen konnten. Ganz zuletzt stand noch der Giersch am Wegrand, den wir als gesundes Wildkraut mit hervorragendem Geschmack allen nur wärmstens empfehlen können.


Im Garten von Familie Schäfer war schon alles vorbereitet für die Rückkehrenden, reichlich Getränke und unser mitgebrachter Imbiss: von Ana gebackenes Brot mit Pesto und Kräuterbutter und Pizza, meine Focaccia mit Spitzwegerich, bzw. Anis-Fenchel-Mischung. Auch die Kräuterdeko aus Kapuzinerkresse fand reißenden Absatz.
Eine gelungene Veranstaltung – und wir sagen „Danke“, dass wir dabei sein konnten!
Renate und Ana

Ein Sommerkräuter-Nachmittag

Kräftiger Regen hat uns zu Beginn ins Haus getrieben, jedoch nicht davon abgehalten, uns einander vorzustellen und dabei diverse Erfahrungen auszutauschen.

Zum Glück ging es schon bald wieder nach draußen, wo wir uns im Sonnenschein das Johanniskraut aus der Nähe anschauten – eine zauberhafte Pflanze mit starker Wirkung bei allerlei Beschwerden. Während wir eine Johanniskraut-Salbe zubereiteten, unterhielten wir uns munter mit allerlei Fragen und Anmerkungen.

Ein Spaziergang führte uns zu weiteren Sommerkräutern: Beifuß, Baldrian, Brennnessel, wilde Möhre und Mädesüß.
Wieder im Seminarraum angekommen, begrüßten die Teilnehmer die Zubereitung von Entspannungs- und Verdauungs-Tee. Herrlicher Kräuterduft erfüllte den Raum.

Anschließend wurde es recht still, weil alle die grüne Gazpacho-Suppe kosteten, die mit Blüten, Oliven, Frühlingszwiebeln und Ei dekoriert worden war. Abgerundet mit dem selbst gemachten Pfannenbrot und Bärlauchbutter wurde das Essen sehr gelobt.

Mit einer herzlichen Verabschiedung gingen wir nach diesem wunderbaren Nachmittag auseinander.

Von hier aus sende ich ein großes Dankeschön an alle für ihre Teilnahme. – Bis zum nächsten Wiedersehen!

Ana Farago-Macht

Johanniskraut und die Sommerheilkräuter

Zu unserer Veranstaltung am 24. Juli

Im Sommer, wenn die Tage lang sind und die Temperaturen steigen, erlangen viele Pflanzen einen Zustand, der sie heilende Kräfte entfalten lässt. In dieser Jahreszeit können wir viel für unser Wohlbefinden tun: zu allererst natürlich, dadurch, dass wir den Anblick und den Duft mit offenem Herzen genießen.

Wir können Blüten und erste Früchte in Getränken und Speisen zu uns nehmen und dann können wir auch, wenn eine Pflanze reichlich vorhanden ist, etwas für unsere Vorräte sammeln, trocknen, oder in Salz, Öl, Essig weiterverarbeiten. Oder, wie Ana und ich das am 24. Juli bei „Johanniskraut und die Sommerheilkräuter“ zeigen wollen, eine pflegende Salbe herstellen.

Damit wollen wir auch um 16 Uhr gleich beginnen, damit sie Zeit hat, während wir unseren Spaziergang machen, auszukühlen. Wenn wir zurückkommen, gibt es die Möglichkeit, aus einer Anzahl von wirksamen Pflanzen eine sommerliche, entspannende Teemischung nach eigenen Geschmacksvorlieben herzustellen. Mit dem Genuss einer grünen Gazpacho und einer frischen Limonadenvariation beschließen wir den Nachmittag.

Mehr erfahren über Termin, Kosten und Anmeldung

Holunderjuni – Impressionen

Der Holunder war das Thema am 26. Juni bei unserer ersten Veranstaltung in diesem Jahr.

16 Interessentinnen waren gekommen und gruppierten sich um den Blütenkranz, den Ana auf dem Boden arrangiert hatte. Die Blütenlimonade erfrischte uns alle an diesem heißen Tag . Ana richtete, während alle das kühle Getränk genossen, schon die Holunder-Blinis mit der Rhabarber-Creme an. Ich erzählte während dessen von der Bedeutung des Holunder-Strauchs für unsere Vorfahren, nicht nur als Lieferant für Nahrung und Heilmittel, sondern als Wohnstatt für die Seelen der Ahnen, der Elementar- und Hofgeister, sowie die Bedeutung von „Frau Holle“ als wichtige Gottheit im keltisch-germanischen Raum (Literaturhinweis: Wolf-Dieter Storl, Pflanzen der Kelten, AT Verlag).

Ana wies dann auf die Inhaltsstoffe der Blüten und der Beeren hin und darauf, was wir damit in der Küche und zur Unterstützung unseres Wohlbefindens tun können. Der Holunderblüten-Essig wurde angesetzt und abschließend brachen wir auf, gingen an der Horloff entlang und staunten über die Pflanzenvielfalt an einem Blühacker mit Kamillenarten, Klette, Fenchel, Wilde Möhre, Malve usw.

Es war uns eine große Freude!
Ana und Renate

Liebe Kräutermenschen!

Von diesem Jahr ist auf dem Kalender nicht mehr viel übrig. Und was für ein Jahr war das! Ich erinnere mich an unsere Pläne für die neue Saison, den neuen Flyer, wie wir das alles organisieren wollten, Veranstaltungen, eigene Weiterbildungen, Exkursionen, neue Wege usw…

Wir freuten uns sehr, dass schon im Februar und März lebhaft gebucht wurde. Dann kam der Lockdown und wir sagten Termine wieder ab, erst mal drei. Vorsichtige Öffnung Ende Mai. Nach einigen Gesprächen mit dem Gesundheitsamt erfolgte eine Planänderung: einiges ging, wie zusammen wandern in kleiner Gruppe – anderes nicht, wie zusammen kochen und essen in geschlossenen Räumen. Bis Oktober immerhin haben wir uns dann ein paarmal mit Kräuterbegeisterten treffen können. Ausgerechnet das Angebot, das wir letztes Jahr neu erfunden und „alle Jahre wieder“ genannt hatten, konnte dieses Jahr nicht „wieder“ stattfinden.

Wir wollen jedoch nicht klagen. Auf dem Land zu leben hat uns schon immer gefallen, unter diesen Umständen war und ist es ein Segen. Die Möglichkeiten, sich im Garten, in Feld und Wald zu bewegen, sind gar nicht genug zu würdigen. Und das wird auch im bevorstehenden Winter unser „Schatz“ sein.

Und natürlich folgen wir der alten Weisheit: „gut essen und trinken hält Leib und Seele zusammen“. Damit uns da nicht langweilig wird, probieren wir momentan einiges Neue aus. Daran lassen wir euch natürlich teilhaben. Und so findet ihr hier immer mal ungewöhnliche Rezepte aus Garten, Feld und Wald. Es lohnt sich natürlich auch in den alten Rezepten mal zu stöbern.

Was wir dieses Jahr nicht machen, ist, bereits neue Termine für 2021 bekannt zu geben. Ana und ich wollen erstmal abwarten, wie die Dinge sich über den Winter entwickeln. Wir haben aber schon einige Ideen zu unseren Veranstaltungen im neuen Jahr:
• 9-WildKräuter für eine Grüne Sauce
• Holunder – ein Termin, bei dem es nur um den “Hollerbusch“ gehen soll, ein Holunderbeeren-Tiramisu ist geplant!
• Essbare Baumblätter
• Kreatives aus und mit Pflanzen z.B. Pflanzentinte oder -farben.

Wenn und sobald es möglich ist, werden wir hier und in einer Rundmail informieren.

Wir bedanken uns bei Euch Kräutermenschen für Euer Interesse und für die schönen gemeinsamen Stunden. Allen, die uns hier besuchen, wünschen wir eine gesunde Winterzeit!

Ana+Renate


Herbstschätze – Tour am 24. Oktober 2020

Bei bestem Herbstwetter machte sich unsere Gruppe auf den Weg. Wir wollten zum „Grohberg“, einem nahe beim Nabu-Zentrum „Alter Bahnhof“ (bei Trais-Horloff, Hungen) gelegenen Basalt-Hügel. Vorher hatten wir die einzelnen Projekte besprochen und so wurden an den Hecken, die dort am Grohberg das Grünland einrahmen, Hagebutten und einige Schlehen gesammelt, auf einer Wiese Samen der Brennnessel geerntet, Beifuß, Ringelblume und Fenchelsaat vom Blühacker, Spitzwegerich und Schafgarbe von der Wiese.

Dank des guten Wetters konnten die Zubereitungen draußen an Einzeltischen stattfinden. Ana koordinierte das Zubereiten des Hagebuttenlikörs, den Ansatz der Schlehen-Oliven und das Komponieren des Gewürzsalzes. Ich wärmte inzwischen die vorbereiteten „Äpfel im Schlafrock“ und die Vanillesauce auf und brachte sie zusammen mit dem herb-säuerlichen Schlehenpüree auf die Teller… andächtiges Schweigen 😉

Danach gingen aber die angeregten Gespräche weiter und so kam es, dass wir, wieder einmal, mit der geplanten Zeit nicht hinkamen. Aber, Gutes braucht Raum und Zeit!

Da zwar die Kräuter-Saison endet, aber das Jahr noch nicht ganz um ist, überlegen wir gerade, ob wir im Winterhalbjahr Wanderungen anbieten, denn das wäre, egal, wie sich die Pandemie – Lage weiter entwickelt, möglich und auch sinnvoll. Bewegung und frische Luft sind gut für uns. Meldet euch also gerne, wenn ihr dazu Ideen habt oder interessiert seid. Eine Teilnehmerin hat schon Interesse an einer Sylvester-Wanderung bekundet und wir finden die Idee schon mal gut!

© Fotos von Ilona Panitz, Ana Farago-Macht, Renate Hecht