Löwenzahn (Dr. selbst Heiler)

(Ana  Farago-Macht, Hungen, 24.05.22) Der Nachmittag begann diesmal mit einem Löwenzahntee, der wohlwollend getrunken und von allen für sehr gut befunden wurde.

Renate hatte einen „königlichen“ Löwenzahn ausgegraben und in einem hübschen Apothekenglas dekoriert. So konnten ihn die Teilnehmerinnen während der Teezeremonie bewundern und in einem kleinen Vortrag viele seiner Aspekte, seine Wirkungsweise und zahlreiche Rezepte kennenlernen.

Löwenzahnkarten sorgten für Aufheiterung, allerlei Erkenntnisse und freudige Ausrufe. Bei einem kurzen Spaziergang durch die Wiesen fanden wir allerdings so gut wie keinen Löwenzahn, stattdessen Wiesenbocksbart und Labkräuter.

Zurück am alten Bahnhof wurde dann aus Löwenzahnwurzeln ein Salz hergestellt, eine Pesto und eine Löwenzahnlimonade.

Zum Abschluss gab es natürliche Köstlichkeiten: Löwenzahn-Spargel-Lasagne und als Krönung ein Rhabarber-Ingwer-Dessert.

Wir danken allen Teilnehmerinnen für einen schönen Nachmittag!

Ana und Renate

Wichtiger Hinweis
Allen, die mehr über Löwenzahn erfahren wollen, bieten wir hier eine Monografie zum Download an. [PDF-Datei „Löwenzahn“ herunterladen]

Frühlingserwachen der besonderen Art

Am Samstag, den 2. April waren wir bei Blumen+Garten Volz in Lich eingeladen, um einen Kräuterspaziergang mit Kund:innen zu unternehmen. Bei unserer Vorbegehung herrschte noch schönster Sonnenschein, aber der April brachte Schnee und Kälte mit sich.
Nichts, was uns abhalten würde und 12 Tapfere auch nicht. Erst gab es mal einen kleine Verkostung: Ana hatte aus Blätterteig, Bärlauch und etwas Käse kleine Köstlichkeiten vorbereitet, die direkt aus der Hand verkostet wurden.

Wir machten uns auf den Weg und befreiten die Wildkräuter, die wir vorstellen wollten, vom Schnee. Darunter waren Spitzwegerich, Mittlerer Wegerich, Wiesenlabkraut, Gänseblümchen, Giersch und Brennnessel.

Dass gewissermaßen auch Sträucher zu den Wildkräutern gehören, zumindest hinsichtlich ihrer Verwendung für Genuss und Wohlbefinden, zeigten wir an Schlehen und Weißdorn. Die Knospen und zarten jungen Blätter schmecken köstlich, was auch alle, die daran knabberten, bestätigt haben.

An einer besonderen Stelle fanden wir auch die Schlüsselblume im Schnee wieder; natürlich eher etwas für den eigenen Garten, da sie geschützt ist. Auch eine wilde Fetthenne und – gegen Ende der Runde – noch das wunderschöne Lungenkraut konnten wir unseren aufmerksamen Begleiter:innen vorstellen.

Wir danken für die Einladung!
– Alle Fotos von Ulrike Ziehl, auch dafür vielen Dank!

Renate + Ana

Erste Gruppe der Saison 2022: Die Fitnessgruppe des Radfahrvereins Inheiden

Wir  hatten ein wenig gebangt. Ist es nicht zu kalt? Regnet oder schneit es? Können wir uns überhaupt treffen? – Schon seit letzter Woche zeichnete sich aber ab, dass wir bestes Wetter haben würden, und da sich alles draußen abspielen sollte, würden wir keine Schwierigkeiten haben und konnten uns so einfach auf unseren Saisonauftakt freuen.

Unser Treffpunkt für die Teilnehmer:innen, die von der Organisatorin Katja Sadler mit der Kräuterwanderung überrascht wurden, war auf dem Parkplatz bei den Drei Teichen in Hungen. Nachdem sich alle begrüßt hatten, begaben wir uns direkt zur Anglerhütte (vielen Dank, lieber Angelverein Hungen!).

Dort, im lichten Halbschatten, auf einem Tisch der Sitzgruppe direkt am Wasser, hatten Ana und ich bereits ein Picknick vorbereitet: Mit viel Rohkost und Wildkräuterquark zum Dippen, einer Wildkräuter-Kartoffel-Pie, feinen grünen Kräuterpfannkuchen (mit farblich kontrastierender Süßkartoffel-Füllung), Brennnessel-Muffins (für die ich mich entschuldigen möchte, weil sie aus irgendeinem Grund nicht aufgegangen sind) und einen Apfel-Holunder-Kuchen mit Sahne.

Eines der Getränke war durchaus ungewöhnlich: Ein kalter Auszug aus Fichte und Ingwer. Gleich erinnerten sich einige Teilnehmer:innen an frühere Zeiten, als sie, damals noch Kinder, mit schmutzigen Händen Sauerampfer von der Wiese aßen, oder dass man ihnen beigebracht hatte, Blüten solle man nicht essen. Jedenfalls waren wir so direkt im Thema Gesundes Essen mit viel Chlorophyll – also: Grünzeug!

Die Picknickreste wurden verstaut, und wir machten uns durch den noch lichten Wald auf unsere Entdeckungsrunde. Wichtige Wildkräuter am Wegesrand konnten wir besprechen: Löwenzahn, Brennnesseln, Gänseblümchen, Giersch und Knoblauchrauke; genauso wichtig die Frage: Wo kann man sammeln – und wo auf keinen Fall?

Bei der Abschlussrunde – zurück auf dem Parkplatz – wurde lobend hervorgehoben, dass wir Pflanzen ausgewählt hatten, die alle eigentlich schon kennen, jedoch bisher nicht so beachtet hatten. Also stehen jetzt die Chancen auf künftig mehr „wilden“ Genuss in der Küche der Sportler:innen gar nicht so schlecht…

Kürbiscreme

300 g Hokkaidokürbis
200 g Frischkäse
1 Knoblauchzehe,
3 kleinere Zwiebeln
Salz, Pfeffer
etwas Olivenöl
1 Prise Currypulver
etwas geräuchertes Paprikapulver
kleingeschnittene Kräuter (Vogelmiere, Giersch)
gehackte  Kürbiskerne
 1-2 EL Crème fraîche

Den in Würfel geschnittenen Kürbis mit Salz, Pfeffer und Olivenöl im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft 30 Minuten lang rösten. Die Zwiebeln und den Knoblauch in der Pfanne mit etwas Olivenöl anschwitzen. Alle Zutaten in ein Gefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren. DIe Creme auf den Teller anrichten und mit den gerösteten Kürbiskernen sowie den Borretschblüten bestreuen.

Guten Appetit!
Ana Farago-Macht
19.10.2021