Rundwanderung „Pflanzen und Geschichte“ – am 26.04.2026

Bestes Wanderwetter gab es zu unserer zweiten Wanderung des Jahres, für die wir eine längere Strecke als üblich geplant hatten. Denn bei der letzten Veranstaltung des Vorjahres hatten wir Teilnehmerinnen befragt, welche Angebote sie in der neuen Saison begrüßen würden. Da wurde uns u.a. vermittelt, dass unsere Exkursionen ja keine „anspruchsvollen“ Wanderungen seien. Auf besonderen Wunsch gab es nun einmal eine längere, sportlichere Wanderung, die an den 3-Teichen entlang ging, weiter durch den Wald und am Waldrand Richtung Wallenberg und am sog. Engelshäuser See entlang wieder nach Hungen zurück. – Eine Teilnehmerin hat dank einer schlauen App herausgefunden, dass es gute elf Kilometer waren, die wir in etwa fünf Stunden bewältigt haben.

Uns ging es dabei nicht um Bestzeiten, sondern um den Genuss, das Licht im Wald, das im Frühling so besonders ist, die letzten Frühblüher, wie Buschwindröschen oder Knöllchen tragende Zahnwurz (!). Das Kosten von Buchen- und Lindenblättern, Fichtenwipfeln oder Spitzwegerich verschaffte neue Geschmacksimpressionen.

Unsere Mittagsrast auf dem Wallenberg, einer idyllischen Lichtung auf einer kleinen Basaltkuppe, war sehr verdient. Wir konnten auch noch mit kleinen kulinarischen Überraschungen aufwarten: Im Rucksack war eine Frühlingstarte mit Hopfensprossen dabei sowie Sauerteig-Cracker mit einem Bärlauch-Kichererbsen-Dip. Auf dieser Magerrasen-Fläche konnten wir wilden Thymian und Schnittlauch zeigen, sowie alte Wachholderbüsche. Passend dazu hörten wir die ersten Grillen des Jahres.

Über die Schwedenbrücke und am Engelshäuser See vorbei waren wir dann wieder Richtung Hungen unterwegs und schlossen unseren Wandertag zwischen leuchtenden Rapsfeldern ab.

Vegane Zitronencreme mit Engelshaar

– für vier Personen –

400g Engelshaar (kadayif)
4 El. Margarine oder Butter
4 El. Zucker
200g Walnüsse (gehackt)

In einer Pfanne die Margarine, den Zucker und die Walnüsse langsam und gleichmäßig karamellisieren. Danach das Engelshaar hinzufügen und goldbraun mit rösten.
Das kann bis zu 20 Minuten dauern. – Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Für die Zitronencreme:
600g Kokosmilch (Hafermilch)
3g Agar-Agar
1 Biozitrone (Abrieb und Saft)
600g Puderzucker
1 Prise Safran

Von der Milch 50 ml entnehmen und Agar-Agar-Pulver und gemahlenem Safran 2 Minuten aufkochen lassen; die restliche Milch mit Zitronensaft, Zitronenschale, Puderzucker und der Agar-Agar-Safran-Milch gut verrühren; dann kalt stellen bis eine feste, homogene Masse entsteht.

Die Hälfte des Engelshaars in eine Form verteilen. Die gestockte Milchcreme darauf verteilen und mit dem restlichen Engelshaar bedecken.

Mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, am besten über Nacht.

Dazu passen Pflaumenkompott, Himbeeren, Erdbeeren oder Kirschen. 

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt...

Wurzeln und Gewürze – Kräuterwanderung am 25.10.2025

Es war ein wenig „herbstlich“ draußen, aber wir hatten warm eingeheizt, als wir uns zu unserem Saisonabschluss im NABU-Zentrum „Alter Bahnhof“ in Trais-Horloff trafen, eine größere Gruppe diesmal, mit, wie wir später erfuhren, gleich zwei runden Geburtstagen unter den Gästen.

Die schlaue Wetter-App verhieß uns eine Regenlücke etwa um 15 Uhr, also gab es gleich mal Suppe und ein bißchen Theorie zum Thema Wurzeln. Einige Anschauungsmodelle in alten Laborgefäßen hatten wir mitgebracht, darunter Brennnesseln, Knoblauchsrauke, Wilde Möhre, Nachtkerze, Wilde Karde etc.….

Unsere Exkursion führte uns rund um den „Wingertsberg“, wobei wir dank des Regens noch viel frisches Grün zeigen konnten.

Wieder zurück in der Wärme ging es weiter mit dem Menu und den Erklärungen zum Thema „Gewürze“. Dafür standen die kleinen Gewürzgläser auf dem Tisch verteilt, man konnte in Gerüchen schwelgen. Was diese Gewürze für die Verdauung und den Stoffwechsel Gutes bewirken können, erklärte Ana in ihrem Beitrag. Natürlich gab es in den Speisen gleich Anwendungsbeispiele. Die Gruppe wählte diesmal das Rezept für’s Dessert auf die Website.

Es wurden noch weitere Ideen und Wünsche für 2026 ausgetauscht, wie längere Wanderungen, ein Koch-Event usw.

Wer also auch noch kreative Anregungen für uns beisteuern will, kann uns gerne per Mail benachrichtigen. Im November werden wir uns beraten und hoffentlich ein inspirierendes Programm anbieten können.

Für den Moment sagen wir „Danke“ für diese Saison, für eure Begleitung und den immer freundlichen Austausch!

Mit herzlichen Grüßen

Renate und Ana


Gemüsegratin

Mengenangaben für 4 Personen:
800 g Kartoffeln (dünn in Scheiben gehobelt)
150 g Möhren (fein geraspelt)
150 g Zucchini (fein geraspelt und fest ausgedrückt)

Für das Wildkräutergemüse:
Eine Schüssel voll Wildkräuter (Giersch, Brennnessel, Löwenzahn, Vogelmiere,
Knoblauchs-Rauke, Bärlauch). Es kann auch mit Spinat ersetzt werden.

Zwei große Zwiebeln (in Würfel geschnitten)
Zwei Knoblauchzehen (gepresst)
Etwas Butter- oder Olivenöl
100 g Crème fraîche
100 g saure Sahne
50 ml süße Sahne
4 Eier
Salz, Pfeffer, zwei Teelöffel Curry, Muskatnuss
200 g Käse (gerieben)
2- 3 Esslöffel Sonnenblumenkerne.

  • Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen,
  • die gehobelten Kartoffeln mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen,
  • Zucchini fein raspeln und gut ausdrücken,
  • die Möhren fein raspeln,
  • die gewürfelten Zwiebeln in Butter goldgelb andünsten,
  • die fein geschnittenen und gewaschenen Kräuter oder Spinat zu den Zwiebeln geben,
  • den Knoblauch dazu pressen und beliebig würzen,
  • mit der süßen Sahne angießen und die Kräuter 5- 7 Minuten fertig garen,
  • die Eier mit Cremefreche und saure Sahne, Pfeffer, Salz, Muskatnuss und Curry verquirlen,
  • den Käse reiben.

Eine ofenfeste Form mit Öl auspinseln. Die Hälfte der Kartoffeln in die Form schichten. Die Hälfte der Zucchini- Möhrenmischung auf die Kartoffeln verteilen. Das gesamte Wildkräutergemüse auf die Zucchini- Möhrenmischung geben. Die andere Hälfte der Zucchini- Möhrenmischung auf die Wildkräuter verteilen. Die obere Schicht mit den restlichen Kartoffelscheiben belegen; mit der Ei-Sahne- Mischung übergießen; mit Käse und Sonnenblumenkerne bestreuen. Im Backofen ca. 30- 40 Minuten goldgelb backen.

Guten Appetit!

„Blüten sind das Lächeln der Natur“ *

Es gab „Blüten in der Küche“ bei Kraut & Kochen

… und zwar reichlich! Für unser Menü mussten wir dafür allerdings auf  Blüten aus unseren Gärten und auch ein wenig auf Vorbereitetes zurückgreifen.

 Wieder mal brachen wir mit unserer gut gelaunten Gruppe auf zu einer kleinen Runde durch unser Lieblingsgebiet am Kaltenrain (Steinheim). Die ein oder andere blühende Pflanze ließ sich entdecken in den Streuobstwiesen, insgesamt machte sich aber die Trockenheit der letzten Wochen bemerkbar. Wiesenlabkraut, Klee, Schafgarbe, Gänseblümchen, Holunder, Wildrose und Wiesenbocksbart konnten wir zeigen.

Zurück im NABU-Zentrum waren die Tische draußen gedeckt. Es gab wie immer um diese Jahreszeit eine schöne Wiesenlimonade gegen den Durst und zur Vorspeise gefüllte Magnolienblüten mit Pesto und Brot. Der Hauptgang wurde begleitet von einer Riesenschüssel Blattsalat mit Blüten, was vorzüglich zur Bärlauchblüten-Quiche passte. Dessert gab es natürlich auch, nämlich Löwenzahnblüten-Parfait mit Erdbeer-Blüten-Kompott. Tatsächlich gab es erstmalig keine Reste – Kompliment an die Köchin!

*) Variation auf den Satz „Blumen sind das Lächeln der Natur“ des Komponisten Max Reger