Abgesagt: „Apfel-Zeit“ am 18. September

Unsere erste Herbstveranstaltung des Jahres 2021 mussten wir leider absagen. Die interessanten Geschichten über den Apfel in Sagen und Märchen, die alle schon zeigen, wie bedeutend der Apfel seit Urzeiten ist, kann nicht stattfinden.

Wer weitere Informationen wünscht, kann sich gerne melden (siehe Kontakt).

Kraut&Kochen beim
„Gesundheitstag“ in Hungen

Am 14.08.21 waren wir bei Cordula Schäfer (Sport Schäfer) in Hungen eingeladen. Sie gestaltete einen ganzen Gesundheitstag. Logischerweise ging es da um Bewegung, aber auch um Ernährung. Da kamen Ana und ich ins Spiel.

An diesem heißen Sommertag trafen wir am schattigen Waldrand mit der Gruppe zusammen. Wir konnten den Wert von Wildkräutern in der Ernährung umreißen und dann auch einige vorstellen, allen voran Löwenzahn, Spitzwegerich und Brennnessel. Auf dem gemeinsamen Rückweg nach Hungen machten wir Halt beim Holunderbusch und den Hagebutten, die wir stellvertretend für die vielen köstlichen Wildfrüchte vorstellen konnten. Ganz zuletzt stand noch der Giersch am Wegrand, den wir als gesundes Wildkraut mit hervorragendem Geschmack allen nur wärmstens empfehlen können.


Im Garten von Familie Schäfer war schon alles vorbereitet für die Rückkehrenden, reichlich Getränke und unser mitgebrachter Imbiss: von Ana gebackenes Brot mit Pesto und Kräuterbutter und Pizza, meine Focaccia mit Spitzwegerich, bzw. Anis-Fenchel-Mischung. Auch die Kräuterdeko aus Kapuzinerkresse fand reißenden Absatz.
Eine gelungene Veranstaltung – und wir sagen „Danke“, dass wir dabei sein konnten!
Renate und Ana

Ein Sommerkräuter-Nachmittag

Kräftiger Regen hat uns zu Beginn ins Haus getrieben, jedoch nicht davon abgehalten, uns einander vorzustellen und dabei diverse Erfahrungen auszutauschen.

Zum Glück ging es schon bald wieder nach draußen, wo wir uns im Sonnenschein das Johanniskraut aus der Nähe anschauten – eine zauberhafte Pflanze mit starker Wirkung bei allerlei Beschwerden. Während wir eine Johanniskraut-Salbe zubereiteten, unterhielten wir uns munter mit allerlei Fragen und Anmerkungen.

Ein Spaziergang führte uns zu weiteren Sommerkräutern: Beifuß, Baldrian, Brennnessel, wilde Möhre und Mädesüß.
Wieder im Seminarraum angekommen, begrüßten die Teilnehmer die Zubereitung von Entspannungs- und Verdauungs-Tee. Herrlicher Kräuterduft erfüllte den Raum.

Anschließend wurde es recht still, weil alle die grüne Gazpacho-Suppe kosteten, die mit Blüten, Oliven, Frühlingszwiebeln und Ei dekoriert worden war. Abgerundet mit dem selbst gemachten Pfannenbrot und Bärlauchbutter wurde das Essen sehr gelobt.

Mit einer herzlichen Verabschiedung gingen wir nach diesem wunderbaren Nachmittag auseinander.

Von hier aus sende ich ein großes Dankeschön an alle für ihre Teilnahme. – Bis zum nächsten Wiedersehen!

Ana Farago-Macht

Johanniskraut und die Sommerheilkräuter

Zu unserer Veranstaltung am 24. Juli

Im Sommer, wenn die Tage lang sind und die Temperaturen steigen, erlangen viele Pflanzen einen Zustand, der sie heilende Kräfte entfalten lässt. In dieser Jahreszeit können wir viel für unser Wohlbefinden tun: zu allererst natürlich, dadurch, dass wir den Anblick und den Duft mit offenem Herzen genießen.

Wir können Blüten und erste Früchte in Getränken und Speisen zu uns nehmen und dann können wir auch, wenn eine Pflanze reichlich vorhanden ist, etwas für unsere Vorräte sammeln, trocknen, oder in Salz, Öl, Essig weiterverarbeiten. Oder, wie Ana und ich das am 24. Juli bei „Johanniskraut und die Sommerheilkräuter“ zeigen wollen, eine pflegende Salbe herstellen.

Damit wollen wir auch um 16 Uhr gleich beginnen, damit sie Zeit hat, während wir unseren Spaziergang machen, auszukühlen. Wenn wir zurückkommen, gibt es die Möglichkeit, aus einer Anzahl von wirksamen Pflanzen eine sommerliche, entspannende Teemischung nach eigenen Geschmacksvorlieben herzustellen. Mit dem Genuss einer grünen Gazpacho und einer frischen Limonadenvariation beschließen wir den Nachmittag.

Mehr erfahren über Termin, Kosten und Anmeldung

Holunderjuni – Impressionen

Der Holunder war das Thema am 26. Juni bei unserer ersten Veranstaltung in diesem Jahr.

16 Interessentinnen waren gekommen und gruppierten sich um den Blütenkranz, den Ana auf dem Boden arrangiert hatte. Die Blütenlimonade erfrischte uns alle an diesem heißen Tag . Ana richtete, während alle das kühle Getränk genossen, schon die Holunder-Blinis mit der Rhabarber-Creme an. Ich erzählte während dessen von der Bedeutung des Holunder-Strauchs für unsere Vorfahren, nicht nur als Lieferant für Nahrung und Heilmittel, sondern als Wohnstatt für die Seelen der Ahnen, der Elementar- und Hofgeister, sowie die Bedeutung von „Frau Holle“ als wichtige Gottheit im keltisch-germanischen Raum (Literaturhinweis: Wolf-Dieter Storl, Pflanzen der Kelten, AT Verlag).

Ana wies dann auf die Inhaltsstoffe der Blüten und der Beeren hin und darauf, was wir damit in der Küche und zur Unterstützung unseres Wohlbefindens tun können. Der Holunderblüten-Essig wurde angesetzt und abschließend brachen wir auf, gingen an der Horloff entlang und staunten über die Pflanzenvielfalt an einem Blühacker mit Kamillenarten, Klette, Fenchel, Wilde Möhre, Malve usw.

Es war uns eine große Freude!
Ana und Renate

Offene Lasagne mit wildem Hopfen

8 Lasagneblätter nach Packungsangabe in Salzwasser garen

2 Hände voll Hopfentriebe (die oberen 20 cm) in etwas Butter zwei Minuten lang dünsten

3 rote Zwiebeln in Ringe schneiden

8 braune Champignons in Scheiben schneiden

8 Cocktailtomaten halbieren

1 Knoblauchzehe pressen

Zusammen in Olivenöl anschwitzen, mit Salz und Pfeffer würzen.

100 g Parmesan, gerieben

Etwas aufgeschäumte Milch

Béchamelsauce: 50  g Butter mit 25 g Mehl anschwitzen mit 250 ml Milch ablöschen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Sauce mit einem Schneebesen 5 Minuten unter Rühren aufkochen bis sie sämig wird.

Lasagneblätter in eine gebutterte Form legen, mit ein paar Champignons, Zwiebeln und Tomaten belegen und mit einigen Hopfensprossen versehen.

Béchamelsauce und etwas geriebenen Parmesan darauf verteilen.

Zutaten weiter schichten bis man einen Stapel von 4 Lasagneblättern hat.

Die letzte Schicht mit Pilzen, Tomaten und Hopfentrieben obenauf legen, mit Parmesan und Béchamelsauce beträufeln.

Lasagne im vorgeheizten Ofen (Heißluft) bei 200 Grad 20 Minuten backen.

Die Milch aufschäumen und auf die fertige Lasagne geben.


Guten Appetit!

Hungen, 12.04.2021
Ana Farago-Macht


Wilder Hopfen (Humulus lupulus)

– gehört zur Familie der Hanfgewächse.

Wildwachsenden Hopfen findet man an Flussufern und Waldrändern. Er mag nährstoffreiche, feuchte und schattige Böden, wo er sich um Bäume und Büsche emporrankt. Hopfentriebe können jetzt im Frühjahr gesammelt werden. Sie schmecken wie wilder Spargel und sind selten auf dem Markt zubekommen. – Eine echte Delikatesse!

Inhaltsstoffe: Mineralstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Eiweiß.
Eigenschaften: blutreinigend, beruhigend, entzündungshemmend.