Kräuterbutter

250 g weiche Butter 
Abrieb einer Limette
Limettensaft nach Bedarf
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
4 Hände voll Wildkräuter
(Brennnessel, Giersch, Vogelmiere, Löwenzahn,
Sauerampfer, Lauchkraut, Wiesenknopf)
6 Blätter Gundelrebe
6 Blätter Schafgarbe 
10 Blätter Spitzwegerich

Die weiche Butter mit ausgepresstem Knoblauch, Limettenabrieb,
etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer würzen und die sehr fein
geschnittenen Kräuter dazugeben und alles gut vermengen;
ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen und vor dem
Servieren hübsch mit Blüten dekorieren.

Blütenbutter

Bei der Blütenbutter nehme ich statt Knoblauch Zitronenverbene, Pfefferminze oder Melisse, Blüten von Gänseblümchen, Löwenzahn, Mohn, Ringelblume, Rose, Malve, Glockenblume, Nachtkerze, Kirschen, Weißdorn, Veilchen.

Die Zubereitung der Butter wird auf die gleiche Weise wie bei Kräuberbutter (siehe oben) durchgeführt.


Holunderbeeren–Tiramisu

(Für 10 Personen)

100 gr. Zucker
300 ml sehr starken Espresso
5 Eier
80 gr. Puderzucker
200 gr. Mascarpone
100 gr. Naturjoghurt
4-5 El Holunderbeeren–Marmelade
6 Blatt Gelatine
1 Päckchen Vanillezucker
4 El Grand Marnier
3 El Zitronensaft
5 Eiweiß
1 El Zucker
30 Löffelbiskuits

Espresso kochen und darin den Zucker auflösen und abkühlen lassen.
Eigelbe und Puderzucker cremig aufschlagen.
Gelatine in kaltem Wasser einweichen, danach in einem Esslöffel heißem Wasser auflösen.

Mascarpone, aufgelöste Gelantine, Vanillezucker, Holunderbeeren–Marmelade,
Grand–Marnier, Zitronensaft und Joghurt unter die Eicreme ziehen.

Eiweiß mit 1 Esslöffel Zucker steif schlagen und vorsichtig unter die Creme mischen.
Die Löffelbiskuits in Espresso tunken und in eine Form auslegen.
Die Hälfte der Creme darüber geben.

Den Prozess 1 mal wiederholen.
Die Creme über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Mit Blüten, Holunderbeeren–Sirup und Beerenmischung dekorieren.


Orangenkuchen

2 Bio-Orangen knapp mit Wasser bedecken und ca. 45 Minuten weichkochen.

Aus den gekochten Orangen die Kerne herauslösen und pürieren.

Etwas Zitronensaft
200 gr. gemahlene und geröstete Mandeln
160 gr. Zucker
2 Teelöffel Backpulver
4 Eier
200 gr. Butter

Für den Sirup:
1 Sternanis
1 Teelöffel Kardamom rösten und mörsern
8 Safranfäden mörsern
80 gr. Zucker
150 ml Weißwein
etwas Tonkabohne
1 Zimtstange
2 Gewürznelken
2 ausgepresste Orangen mit geriebener Schale

Die Orangen abreiben und auspressen; mit dem Weißwein, Zucker und den Gewürzen köcheln und abkühlen lassen.

Die Eier mit dem Zucker cremig aufschlagen. Die pürierten Orangen mit dem Zitronensaft, Mandeln, Backpulver, Butter dazugeben und unterrühren. Den Teig in eine Springform füllen und 40 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

Den Kuchen in der Form abkühlen lassen. Mit Zahnstocher kleine Löcher in die Oberfläche des Kuchens stechen. Die Gewürze aus dem Sirup nehmen, den Sirup über den Kuchen gießen und einziehen lassen.

Belag:
200 gr. Mandelblättchen
2 El Zucker
2 El Butter

Die Mandelblättchen mit dem Zucker und der Butter rösten.
Die leicht gebräunten Mandeln über den Kuchen geben.
Den Kuchen mit einem Orangenkompott und Schokoladenstreusel anrichten.


Saisonabschluss mit dem Thema „Gewürze“

Kraut&Kochen, Trais-Horloff, 26.10.204

„Goldener Oktober“ vom Allerfeinsten begleitete unsere letzte Veranstaltung 2024. Es war eine kleinere Gruppe, aber sehr aufgeschlossen für das Thema, das Ana vorbereitet hatte. Wir starteten mit einer kleinen Vorspeise, gebackenen Auberginen mit griechischem Joghurt, entsprechend gewürzt natürlich, und bestreut mit Granatapfelkernen. Dazu Gewürz-Brot und Safran-Butter, sowie Kräuterbutter.

In ihrem Vortrag ging Ana speziell auf die Zwiebelfamilie (Liliengewächse) ein, die Lippenblütler, wie Thymian, Rosmarin etc. sowie Safran, Pfefferarten, Wachholder und Lorbeer. Es hätte noch so viel mehr gegeben, aber das könnte nächstes Jahr ein Thema werden. Alle wollten auch raus in die Herbstsonne, das gelbe Laub, pinke Pfaffenhütchen, Wachholder, frisch sprossende Knoblauchsrauke etc. Zurück im NABU-Zentrum wurde das Blumenkohl-Curry fertiggestellt, eine frisch geröstete würzige Samenmischung gab es zum Drüberstreuen. Und den Abschluss machte ein duftender Orangenkuchen (ohne Mehl übrigens) mit Mandeln bestreut, der von einem würzigen Kompott begleitet wurde. Wir lassen ja gerne abstimmen, welches Rezept auf die Website gestellt werden soll: der Orangenkuchen hat gewonnen!

Wir danken all den Menschen, die dieses Jahr bei uns waren, mitgewandert sind und uns ihre Zeit und Aufmerksamkeit so großzügig geschenkt haben. Wir hoffen, dass alle spüren können, wie viel uns daran liegt, diese tiefe Verbindung mit dem, was die Natur uns an Schätzen, Genuss und Freude gibt, mit euch zu teilen.

Wir machen jetzt ein bißchen „Winterschlaf“, melden uns aber vermutlich schon im Dezember mit ersten Ideen und Plänen für nächstes Jahr zurück!

Wilde Früchte

Zur Kräuterwanderung vom 28. September 2024

„Wilde Früchte“ ist eigentlich kein reines Herbstthema, aber einige Früchte reifen tatsächlich erst jetzt, so wir die Hagebutten, die Schlehen und der Weißdorn. Also brachen wir nach kurzer Einführung ins Thema und dem Genuss der Vorspeise (siehe Fotos) auf, um uns in den Hecken rund um das NABU-Zentrum „Alter Bahnhof“ in Trais-Horloff umzusehen. Gut, dass alle sich wettergemäß ausgestattet hatten, weil wir gleich mal in einen Schauer kamen, dafür aber mit einem Regenbogen belohnt wurden.


Hagebutten gab es tatsächlich noch viele, mit den Schlehen sah es weniger üppig aus. Holunderbeeren gibt es schon lange nicht mehr und auch Ebereschenfrüchte, die „Vogelbeeren“, sind größtenteils schon abgefallen oder von den Tieren gefressen. Nach unserer Rückkehr haben wir tatsächlich den Ofen angemacht, so dass wir ohne zu frösteln den Hauptgang und das Dessert genießen konnten (siehe Fotos).


Das Tischgespräch drehte sich natürlich auch um die Herangehensweise bei der Zubereitung unserer wilden Früchte, zum Beispiel auch darum, dass man die Schlehen nicht mehr bis nach dem Frost hängen lassen kann. Schlehen sind (wie auch anderes) durch das veränderte Klima viel früher reif und der Frost kommt viel später, falls überhaupt. Also kann man sich mit Tiefkühlung behelfen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Wir fragen gerne die Teilnehmenden, welches Rezept sie sich für unsere Website wünschen und diesmal fiel die Wahl auf das Dessert. Da schließe ich mich an und hoffe, dass wir das bald in der Sammlung finden werden (sobald Ana Zeit dazu hat ;-))