Kaum begonnen, hat der Sommer letzten Samstag schon so richtig gezeigt, was er kann. Also haben wir, um trotzdem unsere Exkursion durchführen zu können, einen Weg im Wald gewählt.
Vor dem Start ins Grüne gab es aber, nach kurzer Begrüßung, ein bisschen Theorie zum Thema: was macht das Chlorophyll in den Pflanzen und warum sollten Menschen reichlich davon zu sich nehmen? – Als geeignete Pflanze ist hier vor allem die Brennnessel zu nennen, aber auch Giersch und Löwenzahn, Vogelmiere und Wegerich können uns mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen bestens versorgen.
Vor dem kühlen Wald mussten wir einen kleinen Hügel hinauf, und so schnell wie diesmal waren wir noch nie da oben. Wir wollten uns so wenig wie möglich der Sonne aussetzen. Aber bei einer Linde, einer Eiche und einem Kirschbaum machten wir trotzdem kurz halt. Im Wald erklärten wir anhand von Buchenlaub die Herstellung von sog. Streckmehlen, die früher in mühevoller Arbeit hergestellt wurden, um das Brotmehl sparsam einsetzen zu können.
Am Weg entdeckten wir Waldziest, der wie Champignon schmeckt, Knoblauchrauke, Klette, wilden Hopfen. Auch Nadelbäume können mit ihrem Waldgeschmack die Küche bereichern.
Zurück am alten Bahnhof wurden schnell Tische und Stühle in den kühleren Hausschatten gestellt und der erste Gang serviert: Eine Kräuterkaltschale mit einer kleinen gebackenen Tomate, dazu Brötchen aus „gestrecktem“ Mehl. Der Hauptgang bestand aus Röllchen von Borretschblättern mit einer Graupenfüllung und das Dessert bescherte den Höhepunkt: Schokomuffin mit einer sahnigen, süßen Spinat-Creme und Beeren. Das begleitende Getränk war Apfelsaftschorle mit einem Schuss Minze-Zimt-Sirup.
Ana und ich machen jetzt eine kleine Sommerpause und freuen uns auf unsere Veranstaltungen im Herbst. Wir wünschen allen einen schönen Sommer mit viel Draußenzeit und jeder Menge grüner Genüsse!












