„Blüten sind das Lächeln der Natur“ *

Es gab „Blüten in der Küche“ bei Kraut & Kochen

… und zwar reichlich! Für unser Menü mussten wir dafür allerdings auf  Blüten aus unseren Gärten und auch ein wenig auf Vorbereitetes zurückgreifen.

 Wieder mal brachen wir mit unserer gut gelaunten Gruppe auf zu einer kleinen Runde durch unser Lieblingsgebiet am Kaltenrain (Steinheim). Die ein oder andere blühende Pflanze ließ sich entdecken in den Streuobstwiesen, insgesamt machte sich aber die Trockenheit der letzten Wochen bemerkbar. Wiesenlabkraut, Klee, Schafgarbe, Gänseblümchen, Holunder, Wildrose und Wiesenbocksbart konnten wir zeigen.

Zurück im NABU-Zentrum waren die Tische draußen gedeckt. Es gab wie immer um diese Jahreszeit eine schöne Wiesenlimonade gegen den Durst und zur Vorspeise gefüllte Magnolienblüten mit Pesto und Brot. Der Hauptgang wurde begleitet von einer Riesenschüssel Blattsalat mit Blüten, was vorzüglich zur Bärlauchblüten-Quiche passte. Dessert gab es natürlich auch, nämlich Löwenzahnblüten-Parfait mit Erdbeer-Blüten-Kompott. Tatsächlich gab es erstmalig keine Reste – Kompliment an die Köchin!

*) Variation auf den Satz „Blumen sind das Lächeln der Natur“ des Komponisten Max Reger

Grüne Sauce (2025)

Endlich unser Saisonstart! – Endlich wieder „Grüne Sauce“!

Eine recht große Gruppe traf sich am 5. April im NABU-Zentrum „Alter Bahnhof“ in Trais-Horloff, um das hessische Traditionsgericht einmal in einer „wilden“ Variante kennenzulernen. Unsere Exkursion führte uns auf den „Kaltenrain“, ein nach Süden geneigtes Streuobstgebiet.

Dort machten wir uns auf die Suche nach den frischen Kräutern, die wir in die schon vorbereitete Saucengrundlage einarbeiten wollten. Wir fanden Gänseblümchen, Sauerampfer, Wiesenschaumkraut, Wiesenknopf, wilden Schnittlauch, Spitzwegerich und Giersch. Alles war sehr klein und zierlich, überall war der Wassermangel durch den ausbleibenden Regen zu spüren. Die Obstbaumblüte und die gute Aussicht vom Hügel waren allerdings atemberaubend.

Zurück im Zentrum organisierten wir uns und schälten die Kartoffeln, richteten Eihälften an, schnitten die Kräuter und deckten den Tisch draußen auf der Wiese. Die Sauce wurde sehr gelobt, auch die lactosefreie Variante kam gut an. Fachsimpeleien, Rezeptempfehlungen, schöne Gespräche….und dann kam noch der Nachtisch: ein Schokoladenkunstwerk mit einer Sauce aus Wildfrüchten!

Vielen Dank für den zauberhaften Nachmittag!

Saisonabschluss mit dem Thema „Gewürze“

Kraut&Kochen, Trais-Horloff, 26.10.204

„Goldener Oktober“ vom Allerfeinsten begleitete unsere letzte Veranstaltung 2024. Es war eine kleinere Gruppe, aber sehr aufgeschlossen für das Thema, das Ana vorbereitet hatte. Wir starteten mit einer kleinen Vorspeise, gebackenen Auberginen mit griechischem Joghurt, entsprechend gewürzt natürlich, und bestreut mit Granatapfelkernen. Dazu Gewürz-Brot und Safran-Butter, sowie Kräuterbutter.

In ihrem Vortrag ging Ana speziell auf die Zwiebelfamilie (Liliengewächse) ein, die Lippenblütler, wie Thymian, Rosmarin etc. sowie Safran, Pfefferarten, Wachholder und Lorbeer. Es hätte noch so viel mehr gegeben, aber das könnte nächstes Jahr ein Thema werden. Alle wollten auch raus in die Herbstsonne, das gelbe Laub, pinke Pfaffenhütchen, Wachholder, frisch sprossende Knoblauchsrauke etc. Zurück im NABU-Zentrum wurde das Blumenkohl-Curry fertiggestellt, eine frisch geröstete würzige Samenmischung gab es zum Drüberstreuen. Und den Abschluss machte ein duftender Orangenkuchen (ohne Mehl übrigens) mit Mandeln bestreut, der von einem würzigen Kompott begleitet wurde. Wir lassen ja gerne abstimmen, welches Rezept auf die Website gestellt werden soll: der Orangenkuchen hat gewonnen!

Wir danken all den Menschen, die dieses Jahr bei uns waren, mitgewandert sind und uns ihre Zeit und Aufmerksamkeit so großzügig geschenkt haben. Wir hoffen, dass alle spüren können, wie viel uns daran liegt, diese tiefe Verbindung mit dem, was die Natur uns an Schätzen, Genuss und Freude gibt, mit euch zu teilen.

Wir machen jetzt ein bißchen „Winterschlaf“, melden uns aber vermutlich schon im Dezember mit ersten Ideen und Plänen für nächstes Jahr zurück!

Wilde Früchte

Zur Kräuterwanderung vom 28. September 2024

„Wilde Früchte“ ist eigentlich kein reines Herbstthema, aber einige Früchte reifen tatsächlich erst jetzt, so wir die Hagebutten, die Schlehen und der Weißdorn. Also brachen wir nach kurzer Einführung ins Thema und dem Genuss der Vorspeise (siehe Fotos) auf, um uns in den Hecken rund um das NABU-Zentrum „Alter Bahnhof“ in Trais-Horloff umzusehen. Gut, dass alle sich wettergemäß ausgestattet hatten, weil wir gleich mal in einen Schauer kamen, dafür aber mit einem Regenbogen belohnt wurden.


Hagebutten gab es tatsächlich noch viele, mit den Schlehen sah es weniger üppig aus. Holunderbeeren gibt es schon lange nicht mehr und auch Ebereschenfrüchte, die „Vogelbeeren“, sind größtenteils schon abgefallen oder von den Tieren gefressen. Nach unserer Rückkehr haben wir tatsächlich den Ofen angemacht, so dass wir ohne zu frösteln den Hauptgang und das Dessert genießen konnten (siehe Fotos).


Das Tischgespräch drehte sich natürlich auch um die Herangehensweise bei der Zubereitung unserer wilden Früchte, zum Beispiel auch darum, dass man die Schlehen nicht mehr bis nach dem Frost hängen lassen kann. Schlehen sind (wie auch anderes) durch das veränderte Klima viel früher reif und der Frost kommt viel später, falls überhaupt. Also kann man sich mit Tiefkühlung behelfen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen.

Wir fragen gerne die Teilnehmenden, welches Rezept sie sich für unsere Website wünschen und diesmal fiel die Wahl auf das Dessert. Da schließe ich mich an und hoffe, dass wir das bald in der Sammlung finden werden (sobald Ana Zeit dazu hat ;-))

Wildnis-Wald Hungen – Exkursion am 1. September 2024

Wir wollten dieses Jahr auch mal etwas komplett Neues anbieten. Also haben wir dazu eingeladen, gemeinsam den Wildniswald von Hungen-Langd aus zu erkunden. Ana führte ins Thema ein und erklärte, wie es dazu kam, dass ein großes Waldgebiet aus ökologischen Gründen aus der Nutzung genommen werden konnte und in Zukunft sich selbst überlassen bleibt.

Unser Weg führte uns vom Sportplatz aus tiefer hinein in den Wald, wir zeigten Holunder, Baldrian, Waldengelwurz, kamen vorbei an umgestürzten Stämmen, natürlichem Aufwuchs junger Bäume und hin zu einer Gruppe alt-ehrwürdiger Buchen. Dort war für alle ein Picknick (Ana hat gezaubert!) vorbereitet: Pancakes mit Aufstrichen, Salat aus dem Gläschen, (….das weiß ich nicht mehr, hat genial geschmeckt), Nachtisch mit Maracuja-Creme und…, dazu Kaffee und Tee (danke Wolfgang für‘s Hinfahren!) Während geschmaust wurde, erzählten wir noch einiges über die kulturelle und heilkundliche Bedeutung von Buchen, Linden und Eichen.

Der Rückweg führte uns an den Spuren vorbei, die der Erzabbau im Bereich zwischen Wetterau und Vogelsberg bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts in der Landschaft verursacht hat.

Und den passenden Abschluss machte ein Gedicht von Ina Seidel, in dem die Linden das zentrale, sprachliche Bild boten, vorgetragen von Edgar.

Vielen Dank an alle, die dabei waren, sich lebhaft beteiligt haben mit Fragen, Erfahrungen und mit Lärchen-Salbe!

Ana & Renate