Den Herbst genießen

Zum Abschluss dieser Saison möchten Ana und ich euch zum „Herbtsgenuss“ einladen.   Wir genießen die Fülle, die uns Garten und Natur bieten und schwelgen in  Farben und Düften der herbstlichen Jahreszeit.

Beginnen werden wir mit einem fruchtigen Holunder-Punsch zu würzigen Dinkel-Plätzchen und Löwenzahnwurzel-Konfekt. Ihr stellt euch selbst einen herbstlichen Tee zusammen und mörsert ein pikantes Beifuß-Salbei-Salz, das vielseitig in der herbstlichen Küche einzusetzen ist.

Eine kurze Exkursion rund um den Wingerts-Berg führt uns an Hecken vorbei, die uns Beeren und Früchte zeigen. Und zum Abschluss muss es natürlich ein schöner dampfender Eintopf sein.

Wann?
Sonntag, 17. Oktober 2021, 13-15.30 Uhr, 30.- € pro Person im NABU-Zentrum „Alter Bahnhof“, Trais-Horloff (35410 Hungen)

Anmeldungen gerne ab sofort über das Kontaktformular oder via Telefon!

Johanniskraut und die Sommerheilkräuter

Zu unserer Veranstaltung am 24. Juli

Im Sommer, wenn die Tage lang sind und die Temperaturen steigen, erlangen viele Pflanzen einen Zustand, der sie heilende Kräfte entfalten lässt. In dieser Jahreszeit können wir viel für unser Wohlbefinden tun: zu allererst natürlich, dadurch, dass wir den Anblick und den Duft mit offenem Herzen genießen.

Wir können Blüten und erste Früchte in Getränken und Speisen zu uns nehmen und dann können wir auch, wenn eine Pflanze reichlich vorhanden ist, etwas für unsere Vorräte sammeln, trocknen, oder in Salz, Öl, Essig weiterverarbeiten. Oder, wie Ana und ich das am 24. Juli bei „Johanniskraut und die Sommerheilkräuter“ zeigen wollen, eine pflegende Salbe herstellen.

Damit wollen wir auch um 16 Uhr gleich beginnen, damit sie Zeit hat, während wir unseren Spaziergang machen, auszukühlen. Wenn wir zurückkommen, gibt es die Möglichkeit, aus einer Anzahl von wirksamen Pflanzen eine sommerliche, entspannende Teemischung nach eigenen Geschmacksvorlieben herzustellen. Mit dem Genuss einer grünen Gazpacho und einer frischen Limonadenvariation beschließen wir den Nachmittag.

Mehr erfahren über Termin, Kosten und Anmeldung

„Wald-Öl“

Im letzten Herbst, Ende Oktober, habe ich an einem schönen und trockenen Tag im Wald Fichtenzapfen und -nadeln, sowie Douglasiennadeln gesammelt. Rosmarinzweige hatte ich aus dem Garten und alles zusammen kam in ein Glas mit Olivenöl. Da ruhte es bis vor ein paar Tagen und ich hatte vor, dieses Öl zur Gelenkmassage zu verwenden. Ich siebte also ab und der Geruch nach „Wald“ war so deutlich und angenehm, und mir lief dermaßen das Wasser im Mund zusammen, dass ich jetzt beschlossen habe, diese Flasche nicht ins Bad sondern in die Küche zu stellen. Es wird sehr bald Pasta mit Pilzen, Möhren und Waldöl geben…

Das ist übrigens der Vorteil, wenn man dem Grundsatz folgt, Körperpflege nur mit Komponenten zu verwenden, die man auch essen könnte. Normalerweise ist damit die völlige Abwesenheit von Konservierungsstoffen, synth. Farbstoffen etc. gemeint. Aber hier ist mal so: ich pflege quasi meine Gelenke von innen!

Anmerkung: zur Nachahmung nur empfohlen, wenn man sicher ist, keine giftige Eibe vor sich zu haben!


Liebe Kräutermenschen!

Von diesem Jahr ist auf dem Kalender nicht mehr viel übrig. Und was für ein Jahr war das! Ich erinnere mich an unsere Pläne für die neue Saison, den neuen Flyer, wie wir das alles organisieren wollten, Veranstaltungen, eigene Weiterbildungen, Exkursionen, neue Wege usw…

Wir freuten uns sehr, dass schon im Februar und März lebhaft gebucht wurde. Dann kam der Lockdown und wir sagten Termine wieder ab, erst mal drei. Vorsichtige Öffnung Ende Mai. Nach einigen Gesprächen mit dem Gesundheitsamt erfolgte eine Planänderung: einiges ging, wie zusammen wandern in kleiner Gruppe – anderes nicht, wie zusammen kochen und essen in geschlossenen Räumen. Bis Oktober immerhin haben wir uns dann ein paarmal mit Kräuterbegeisterten treffen können. Ausgerechnet das Angebot, das wir letztes Jahr neu erfunden und „alle Jahre wieder“ genannt hatten, konnte dieses Jahr nicht „wieder“ stattfinden.

Wir wollen jedoch nicht klagen. Auf dem Land zu leben hat uns schon immer gefallen, unter diesen Umständen war und ist es ein Segen. Die Möglichkeiten, sich im Garten, in Feld und Wald zu bewegen, sind gar nicht genug zu würdigen. Und das wird auch im bevorstehenden Winter unser „Schatz“ sein.

Und natürlich folgen wir der alten Weisheit: „gut essen und trinken hält Leib und Seele zusammen“. Damit uns da nicht langweilig wird, probieren wir momentan einiges Neue aus. Daran lassen wir euch natürlich teilhaben. Und so findet ihr hier immer mal ungewöhnliche Rezepte aus Garten, Feld und Wald. Es lohnt sich natürlich auch in den alten Rezepten mal zu stöbern.

Was wir dieses Jahr nicht machen, ist, bereits neue Termine für 2021 bekannt zu geben. Ana und ich wollen erstmal abwarten, wie die Dinge sich über den Winter entwickeln. Wir haben aber schon einige Ideen zu unseren Veranstaltungen im neuen Jahr:
• 9-WildKräuter für eine Grüne Sauce
• Holunder – ein Termin, bei dem es nur um den “Hollerbusch“ gehen soll, ein Holunderbeeren-Tiramisu ist geplant!
• Essbare Baumblätter
• Kreatives aus und mit Pflanzen z.B. Pflanzentinte oder -farben.

Wenn und sobald es möglich ist, werden wir hier und in einer Rundmail informieren.

Wir bedanken uns bei Euch Kräutermenschen für Euer Interesse und für die schönen gemeinsamen Stunden. Allen, die uns hier besuchen, wünschen wir eine gesunde Winterzeit!

Ana+Renate


Herbstschätze – Tour am 24. Oktober 2020

Bei bestem Herbstwetter machte sich unsere Gruppe auf den Weg. Wir wollten zum „Grohberg“, einem nahe beim Nabu-Zentrum „Alter Bahnhof“ (bei Trais-Horloff, Hungen) gelegenen Basalt-Hügel. Vorher hatten wir die einzelnen Projekte besprochen und so wurden an den Hecken, die dort am Grohberg das Grünland einrahmen, Hagebutten und einige Schlehen gesammelt, auf einer Wiese Samen der Brennnessel geerntet, Beifuß, Ringelblume und Fenchelsaat vom Blühacker, Spitzwegerich und Schafgarbe von der Wiese.

Dank des guten Wetters konnten die Zubereitungen draußen an Einzeltischen stattfinden. Ana koordinierte das Zubereiten des Hagebuttenlikörs, den Ansatz der Schlehen-Oliven und das Komponieren des Gewürzsalzes. Ich wärmte inzwischen die vorbereiteten „Äpfel im Schlafrock“ und die Vanillesauce auf und brachte sie zusammen mit dem herb-säuerlichen Schlehenpüree auf die Teller… andächtiges Schweigen 😉

Danach gingen aber die angeregten Gespräche weiter und so kam es, dass wir, wieder einmal, mit der geplanten Zeit nicht hinkamen. Aber, Gutes braucht Raum und Zeit!

Da zwar die Kräuter-Saison endet, aber das Jahr noch nicht ganz um ist, überlegen wir gerade, ob wir im Winterhalbjahr Wanderungen anbieten, denn das wäre, egal, wie sich die Pandemie – Lage weiter entwickelt, möglich und auch sinnvoll. Bewegung und frische Luft sind gut für uns. Meldet euch also gerne, wenn ihr dazu Ideen habt oder interessiert seid. Eine Teilnehmerin hat schon Interesse an einer Sylvester-Wanderung bekundet und wir finden die Idee schon mal gut!

© Fotos von Ilona Panitz, Ana Farago-Macht, Renate Hecht