Erste Gruppe der Saison 2022: Die Fitnessgruppe des Radfahrvereins Inheiden

Wir  hatten ein wenig gebangt. Ist es nicht zu kalt? Regnet oder schneit es? Können wir uns überhaupt treffen? – Schon seit letzter Woche zeichnete sich aber ab, dass wir bestes Wetter haben würden, und da sich alles draußen abspielen sollte, würden wir keine Schwierigkeiten haben und konnten uns so einfach auf unseren Saisonauftakt freuen.

Unser Treffpunkt für die Teilnehmer:innen, die von der Organisatorin Katja Sadler mit der Kräuterwanderung überrascht wurden, war auf dem Parkplatz bei den Drei Teichen in Hungen. Nachdem sich alle begrüßt hatten, begaben wir uns direkt zur Anglerhütte (vielen Dank, lieber Angelverein Hungen!).

Dort, im lichten Halbschatten, auf einem Tisch der Sitzgruppe direkt am Wasser, hatten Ana und ich bereits ein Picknick vorbereitet: Mit viel Rohkost und Wildkräuterquark zum Dippen, einer Wildkräuter-Kartoffel-Pie, feinen grünen Kräuterpfannkuchen (mit farblich kontrastierender Süßkartoffel-Füllung), Brennnessel-Muffins (für die ich mich entschuldigen möchte, weil sie aus irgendeinem Grund nicht aufgegangen sind) und einen Apfel-Holunder-Kuchen mit Sahne.

Eines der Getränke war durchaus ungewöhnlich: Ein kalter Auszug aus Fichte und Ingwer. Gleich erinnerten sich einige Teilnehmer:innen an frühere Zeiten, als sie, damals noch Kinder, mit schmutzigen Händen Sauerampfer von der Wiese aßen, oder dass man ihnen beigebracht hatte, Blüten solle man nicht essen. Jedenfalls waren wir so direkt im Thema Gesundes Essen mit viel Chlorophyll – also: Grünzeug!

Die Picknickreste wurden verstaut, und wir machten uns durch den noch lichten Wald auf unsere Entdeckungsrunde. Wichtige Wildkräuter am Wegesrand konnten wir besprechen: Löwenzahn, Brennnesseln, Gänseblümchen, Giersch und Knoblauchrauke; genauso wichtig die Frage: Wo kann man sammeln – und wo auf keinen Fall?

Bei der Abschlussrunde – zurück auf dem Parkplatz – wurde lobend hervorgehoben, dass wir Pflanzen ausgewählt hatten, die alle eigentlich schon kennen, jedoch bisher nicht so beachtet hatten. Also stehen jetzt die Chancen auf künftig mehr „wilden“ Genuss in der Küche der Sportler:innen gar nicht so schlecht…