(Ana Farago-Macht, Hungen, 24.05.22) Der Nachmittag begann diesmal mit einem Löwenzahntee, der wohlwollend getrunken und von allen für sehr gut befunden wurde.
Renate hatte einen „königlichen“ Löwenzahn ausgegraben und in einem hübschen Apothekenglas dekoriert. So konnten ihn die Teilnehmerinnen während der Teezeremonie bewundern und in einem kleinen Vortrag viele seiner Aspekte, seine Wirkungsweise und zahlreiche Rezepte kennenlernen.
Löwenzahnkarten sorgten für Aufheiterung, allerlei Erkenntnisse und freudige Ausrufe. Bei einem kurzen Spaziergang durch die Wiesen fanden wir allerdings so gut wie keinen Löwenzahn, stattdessen Wiesenbocksbart und Labkräuter.
Zurück am alten Bahnhof wurde dann aus Löwenzahnwurzeln ein Salz hergestellt, eine Pesto und eine Löwenzahnlimonade.
Zum Abschluss gab es natürliche Köstlichkeiten: Löwenzahn-Spargel-Lasagne und als Krönung ein Rhabarber-Ingwer-Dessert.
Wir danken allen Teilnehmerinnen für einen schönen Nachmittag!
Ana und Renate
Wichtiger Hinweis Allen, die mehr über Löwenzahn erfahren wollen, bieten wir hier eine Monografie zum Download an. [PDF-Datei „Löwenzahn“ herunterladen]
300 g Hokkaidokürbis 200 g Frischkäse 1 Knoblauchzehe, 3 kleinere Zwiebeln Salz, Pfeffer etwas Olivenöl 1 Prise Currypulver etwas geräuchertes Paprikapulver kleingeschnittene Kräuter (Vogelmiere, Giersch) gehackte Kürbiskerne 1-2 EL Crème fraîche
Den in Würfel geschnittenen Kürbis mit Salz, Pfeffer und Olivenöl im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Umluft 30 Minuten lang rösten. Die Zwiebeln und den Knoblauch in der Pfanne mit etwas Olivenöl anschwitzen. Alle Zutaten in ein Gefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren. DIe Creme auf den Teller anrichten und mit den gerösteten Kürbiskernen sowie den Borretschblüten bestreuen.
3 EL Olivenöl 4 Zwiebeln 2 Knoblauch 1 kg Rotebeete 3 Kartoffeln ½ Rotkohl 1 große Möhre 1 Petersilienwurzel 1 Pastinakenwurzel 1 Scheibe Hokkaidokürbis 1 Dose Tomaten 2 Liter Gemüsebrühe 2 Lorbeerblätter 1/2 TL Piment 1/2TL Kreuzkümmel Salz Pfeffer 1 Bund Dill frischer Meerrettich und Joghurt.
Die fein geschnittenen Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Das restliche in Würfel geschnittene Gemüse und den fein geraspelten Rotkohl dazugeben und alles etwa 10 Minuten anschwitzen, mit der Gemüsebrühe und Tomaten ablöschen, die Gewürze dazu geben und circa 1 Stunde köcheln lassen.
Die Suppe in Tellern anrichten, mit Joghurt, Dill und Meerrettich hübsch dekorieren.
Kräftiger Regen hat uns zu Beginn ins Haus getrieben, jedoch nicht davon abgehalten, uns einander vorzustellen und dabei diverse Erfahrungen auszutauschen.
Zum Glück ging es schon bald wieder nach draußen, wo wir uns im Sonnenschein das Johanniskraut aus der Nähe anschauten – eine zauberhafte Pflanze mit starker Wirkung bei allerlei Beschwerden. Während wir eine Johanniskraut-Salbe zubereiteten, unterhielten wir uns munter mit allerlei Fragen und Anmerkungen.
Ein Strauß Sommerkräuter
Lebhaftes Interesse an Johanniskraut und anderen Sommerkräutern
Vorbereitungen für die Johanniskraut-Salbe
Die wilde Möhre
Grüne Gazpacho-Suppe mit Sommerkräutern, Oliven und Ei
Erläuterungen zum Beifuß
Ein Spaziergang führte uns zu weiteren Sommerkräutern: Beifuß, Baldrian, Brennnessel, wilde Möhre und Mädesüß. Wieder im Seminarraum angekommen, begrüßten die Teilnehmer die Zubereitung von Entspannungs- und Verdauungs-Tee. Herrlicher Kräuterduft erfüllte den Raum.
Anschließend wurde es recht still, weil alle die grüne Gazpacho-Suppe kosteten, die mit Blüten, Oliven, Frühlingszwiebeln und Ei dekoriert worden war. Abgerundet mit dem selbst gemachten Pfannenbrot und Bärlauchbutter wurde das Essen sehr gelobt.
Mit einer herzlichen Verabschiedung gingen wir nach diesem wunderbaren Nachmittag auseinander.
Von hier aus sende ich ein großes Dankeschön an alle für ihre Teilnahme. – Bis zum nächsten Wiedersehen!
8 Lasagneblätter nach Packungsangabe in Salzwasser garen
2 Hände voll Hopfentriebe (die oberen 20 cm) in etwas Butter zwei Minuten lang dünsten
3 rote Zwiebeln in Ringe schneiden
8 braune Champignons in Scheiben schneiden
8 Cocktailtomaten halbieren
1 Knoblauchzehe pressen
Zusammen in Olivenöl anschwitzen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Hopfentriebe (die oberen 20 cm) in etwas Butter 2 Minuten lang dünsten
Rote Zwiebeln, Champignons, halbierte Cocktailtomaten und die gepresste Knoblauchzehe zusammen in Olivenöl anschwitzen, mit Salz und Pfeffer würzen.
100 g Parmesan, gerieben
Etwas aufgeschäumte Milch
Béchamelsauce: 50 g Butter mit 25 g Mehl anschwitzen mit 250 ml Milch ablöschen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Die Sauce mit einem Schneebesen 5 Minuten unter Rühren aufkochen bis sie sämig wird.
Lasagneblätter in eine gebutterte Form legen, mit ein paar Champignons, Zwiebeln und Tomaten belegen und mit einigen Hopfensprossen versehen.
Béchamelsauce und etwas geriebenen Parmesan darauf verteilen.
Zutaten weiter schichten bis man einen Stapel von 4 Lasagneblättern hat.
Die letzte Schicht mit Pilzen, Tomaten und Hopfentrieben obenauf legen, mit Parmesan und Béchamelsauce beträufeln.
Lasagne im vorgeheizten Ofen (Heißluft) bei 200 Grad 20 Minuten backen.
Die Milch aufschäumen und auf die fertige Lasagne geben.
Lasagneblätter in eine gebutterte Form legen, mit ein paar Champignons, Zwiebeln und Tomaten belegen und mit einigen Hopfensprossen versehen. Béchamelsauce und etwas geriebenen Parmesan darauf verteilen.
Zutaten weiter schichten bis man einen Stapel von 4 Lasagneblättern hat.
Die letzte Schicht mit Pilzen, Tomaten und Hopfentrieben obenauf legen, mit Parmesan und Béchamelsauce beträufeln. Lasagne im vorgeheizten Ofen (Heißluft) bei 200 Grad 20 Minuten backen. Die Milch aufschäumen und auf die fertige Lasagne geben.
Guten Appetit!
Hungen, 12.04.2021 Ana Farago-Macht
Wilder Hopfen (Humulus lupulus)
– gehört zur Familie der Hanfgewächse.
Wildwachsenden Hopfen findet man an Flussufern und Waldrändern. Er mag nährstoffreiche, feuchte und schattige Böden, wo er sich um Bäume und Büsche emporrankt. Hopfentriebe können jetzt im Frühjahr gesammelt werden. Sie schmecken wie wilder Spargel und sind selten auf dem Markt zubekommen. – Eine echte Delikatesse!