In drei Wochen ist Mittsommernacht und der Holunderbaum ist in voller Blüte. Er lädt förmlich dazu ein, aus seinen Blüten etwas zuzubereiten. Oft wächst er in der Nähe der Menschen, beschützt das Haus und ist Hausapotheke zugleich. Aus den Blüten und später aus den Beeren lassen sich allerhand köstliche Speisen und Getränke zubereiten.
Rezept: Ein „etwas
anderer“ Holunder-Sirup
Zutaten 20 Holunderblüten (Rotlaubiger-Schlitzholunder), 3l Wasser, 2 kg Zucker, 40 g Zitronensäure, 1 Biozitrone.
Zubereitung Die Blüten von dem Stängel abzupfen und in 3l Wasser aufkochen. 24 Stunden an einem kühlen Ort stehen lassen, ab und zu umrühren. Anschließend den Sud filtern mit Zucker, Zitronensäure und den Zitronenscheiben aufkochen, in sterilisierte Flaschen abfüllen.
Dieser Sirup ist rosa, wie auf dem Bild deutlich zu sehen ist. Er schmeckt auch etwas anders als der bekanntere, gelbgrüne Sirup.
Birne, Zwiebeln, Knoblauch, Aprikosen, Rhabarber, Chilischote in gleich große Würfel schneiden.
Die gezupfte Löwenzahn- und Bärlauchblüten mit allen anderen Zutaten mischen.
In einem Topf 10 Minuten köcheln und danach 24 Stunden zugedeckt ziehen lassen.
Am nächsten Tag eine gute Stunde köcheln lassen, bis das Chutney die Konsistenz einer Marmelade hat.
Das Chutney in sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss abfüllen und die Gläser verschließen. Drei Wochen stehen lassen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.
_____ Chutney kommt aus Indien und ist eine süß-sauer sowie eine scharf-pikante Sauce, die gerne zu Reis, Käse, Fleisch und Fischgerichten gereicht wird. Dabei ist es wichtig, eine gute Balance zwischen Süß- Sauer- Schärfe, Gewürzen und Kräutern zu bekommen. Es macht sehr viel Spaß, die Lebensmittel zu kombinieren, da ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Mit Kochen und neuen Rezepten trotze ich der schwierigen Zeit!
Sogar die Starköchin Sarah Wiener berichtet, wie gesund die Vogelmiere ist. Diese Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse schmeckt leicht nach Erbsen, enthält sehr viel Chlorophyll, Vitamin C und Phosphor. Dadurch gehört sie zu den blutreinigenden und mineralischen Wildpflanzen. – Hier ein Rezept, inspiriert von der Zeitschrift Essen und Trinken:
Zuerst das
Ei mit dem Zucker und der Butter schaumig schlagen, dann das Mehl, Salz und Mandeln
dazugeben und rasch zu einem Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie 30 Minuten kalt
stellen. Anschließend den Teig ausrollen, in eine eingefettete Form einarbeiten,
mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten (Ober-/Unterhitze ca.
200 Grad, Umluft 180 Grad) 12 Minuten backen. Danach auskühlen lassen und für 1
Stunde ins Gefrierfach stellen. So bekommt man den Boden besser aus der Form.
Die Kräuter waschen
und in Salzwasser 5 Sekunden blanchieren, abgießen, mit kaltem Wasser
abschrecken, gut ausdrücken und in 50ml Milch sehr fein pürieren.
Die
restliche Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote, Zucker, Tonkabohne, Kardamom
und Salz aufkochen.
Die Eigelbe
aufschlagen, die Stärke mit etwas kaltem Wasser glatt verrühren und zu der
Eigelbmasse geben.
Die pürieren
Kräuter und die Eigelbmasse in die kochende Milch rühren und die Vanilleschote entfernen.
Die Creme aufkochen lassen, auf den Boden gießen und über Nacht kalt stellen.
Am nächsten
Tag die Tarte mit Beeren und Veilchen dekorieren und mit Puderzucker bestäuben;
sie kann auch mit anderen Kreationen (Schokolade, Nüssen oder Krokant) dekoriert
werden.
Zutaten:
100g Zucker
5 Eigelb
4 EL Löwenzahnhonig
Etwas Zitronensaft und abgeriebene Orangenschale
4 EL Orangenlikör
1 Vanilleschote
1 Vanillezucker
500 ml süße Sahne
Etwas geriebene Bitterschokolade
80 g gut gereinigte Löwenzahnblüten
Zubereitung:
Zuerst die Eigelb so lange rühren, bis sie eine weiß-gelbe Farbe annehmen. Dann mit dem Zucker, Vanillezucker und ausgekratzter Vanilleschote zu einer hellen Creme schlagen. Löwenzahnhonig, Zitronensaft, Orangenschale und
Orangenlikör verrühren. Die Sahne steif schlagen und die Löwenzahnblüten zusammen unter die Masse ziehen.
In eine Form füllen, mit Schokolade bestreuen.
Über Nacht ins Gefrierfach stellen und ca. 1 Stunde vor dem Essen in
den Kühlschrank stellen.
In meinem Garten ist sie die Frühlingsbotin schlechthin. Ihr Geschmack ist dem des Knoblauchs sehr würdig. Sie gehört mit dem Senfölglykosiden, den ätherischen Ölen und den Mineralien unbedingt in die Wildpflanzen-Nahrung und zur Stärkung der Abwehrkräfte dazu. Sie wirkt wundheilend, desinfizieren und schleimlösend.
Schupfnudelteig
Schupfnudeln, gemehlt
Schupfnudeln mit Knoblauchsrauken-Pesto
Knoblauchsrauke im Garten
Schupfnudeln mit Knoblauchsrauken-Pesto
(für 4 Personen) Für die Schupfnudeln: 500g mehlig kochende Kartoffeln 4 Eigelbe 1EL Speisestärke 100g Mehl Salz ,Pfeffer, Muskatnuss
Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, ausdampfen lassen, pellen und durch die Kartoffelpresse ausdrücken. Mit Mehl, den Eigelb, Speisestärke, Pfeffer, Salz und Muskatnuss zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zur Rolle formen und in 2cm breite Stücke schneiden, in den Händen zu kleinen, spitz zulaufenden Nudeln formen. In einen Topf mit siedendem Salzwasser legen. Wenn die Nudeln aufsteigen mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einer Pfanne mit Butter goldgelb braten.
Für das Pesto: 2 gute Hände voll Knoblauchsraukenblätter 1EL geröstete Sonnenblumenkerne 2EL Zitronensaft und etwas Zitronenabrieb 100ml Sonnenblumenöl 100g geriebener Parmesan Salz, Pfeffer
Die gewaschenen und getrockneten Knoblauchsraukenblätter mit allen anderen Zutaten in ein Gefäß geben, mit Zauberstab zu einem feinen Pesto verarbeiten, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und der Zitronenschale abschmecken.
Zur Dekoration: 2EL Vollkornbrotbröseln mit Walnüssen in Butter goldbraun anbraten. Schupfnudeln mit etwas Knoblauchsrauken-Pesto, geriebenem Parmesan, den Brotbröseln und Walnüssen hübsch anrichten und, wer es mag, mit Gänseblümchen und Veilchen dekorieren.
Guten Appetit!
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