Baumschnitt-Menü

Die erste Aktion des Jahres für jeden Gartenbesitzer ist im späten Winter der Schnitt der Obstbäume. Da unser NABU eigene Bäume auf Streuobstwiesen hat, ist diese Pflegemaßnahme ein fester Termin für alle.

Bei allerbestem Wetter haben wir zum ersten Schnitttermin das Menü beigesteuert: reichhaltige Suppe mit Brot und zum Nachtisch eine Nuss-Quittentorte mit Sahne und natürlich reichlich Kaffee dazu.


Herbstluft – Wanderung zum Jahresausklang

„Eigentlich wollten wir das eine „Murmeltierwanderung“ nennen, aber auch die Murmeltiere denken nicht an Winterschlaf, sondern tanzen Samba und feiern wilde Parties, ohne an den Winterschlaf zu denken…“

 

Liebe Kräuterbegeisterte,

das Kräuterjahr geht nun wirklich zu Ende, auch wenn es gerade in dieser Woche nicht so aussah. Und so wollen wir, Ana und ich, gerne mit euch zusammen ein letztes Mal in diesem Jahr unsere Sammelplätze aufsuchen, das kleine Tal ganz ausgehen und den Weitblick genießen.

Und zur Abwechslung wollen nicht wir viel erzählen, sondern hören, was ihr uns für’s neue Jahr vielleicht vorschlagen wollt. Soll es mehr Seminarangebote geben? Längere Wanderungen? Eine Jahresgruppe? Oder… oder…

Natürlich werden wir auch zusammen essen und trinken, es aber schlichter halten: eine heiße Suppe mit Brot soll es geben und einen Wildfrüchte-Punsch, vielleicht am Lagerfeuer, bei widrigem Wetter auch am Ofen im „Alten Bahnhof“.

Termin:  17.11.2018 – 14 Uhr
Anmeldungen:
Über das Kontaktformular
Beitrag: 22,00 €/ Person
HINWEIS: An entsprechende Kleidung denken, evtl. Sitzunterlage mitnehmen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Renate und Ana

Küchen-Champions

Die Vorspeise

Gemüsechips, Möhre, Pastinaken, Rote Bete, Brennnessel…

Dazu gibt es Kräuterquark.

 

Nachtisch

Himbeeren werden für die Sauce vorbereitet.

Die angerührte Creme wird mit geschmolzener Schokolade und roter Fruchtsauce verziert.

Die vorbereiteten Fruchtspieße werden mit einer dünnen Schokoladen-Dekoration überzogen.

Apfelzeit – Herbstliche Wildkräuterwanderung

Apfelzeit - Äpfel am Baum - Wanderhinweis

Herbst ist Apfelzeit ! – Das gilt ganz besonders in diesem Jahr.

Im NABU-Zentrum „Alter Bahnhof“ in Hungen/Trais-Horloff trafen sich die Wanderer zu dieser herbstlichen Kräuterwanderung durch die Streuobstwiesen rund um Hungen/Steinheim.

 

Menü zu Apfelwanderung:

  • Apfel-Creme-Suppe und Wildkräuter-Brötchen
  • Lauwarme Tarte mit Apfel -Tomaten-Sugo
  • und zum Schluss ein Klassiker: Kaiserschmarrn mit Apfel Kompott.

Mehr zum Thema Apfel:
„Ein gutes, zur rechten Zeit gesprochenes Wort ist ein goldener Apfel.“

Der Apfel ist vermutlich das wichtigste und bekannteste Obst unserer Breitengrade. Jedes Kind kennt ihn. – Aber wissen Sie auch, wie ein Apfelbaum aussieht? Und was das Charakteristische seiner Blätter, Blüten und Früchte ist?

Mehr erfahren…

Rezept für Apfel-Creme-Suppe

Mariä Himmelfahrt – 15. August 2018

Der 15. August ist ein Tag, auf den sich Kräuterfrauen freuen, bezeichnet er doch den Beginn der „Frauendreißiger“, des Zeitraums, in dem traditionell die Kräuter geerntet werden, die für Heilzwecke verwendet werden sollen. In einem durchschnittlichen Jahr ist erst ab diesem Zeitpunkt damit zu rechnen, dass die blühenden Kräuter die erwünschte Kraft, Energie und heilsamen Stoffe entwickelt haben, um den Menschen und Hoftieren hilfreich zu sein.

Sehr alter Brauch

Um diesen Tag gebührend zu begehen, werden in manchen Gegenden, vorwiegend im Alpenraum, sogenannte „Kräuterbuschen“ gebunden, also große Sträuße, die das, was die Natur uns an heilsamen Pflanzen schenken kann, repräsentieren. Dieser Brauch ist viel älter, als christliches Brauchtum das vermuten lässt, da die Zahl der Pflanzen im Buschen  „magisch“ sein soll: ein Vielfaches von 3 oder 7 verschiedenen Arten und Exemplaren, also zum Beispiel jeweils drei Stiele von 7 oder 14 Arten werden in einem runden Strauß um eine Mittelpflanze, etwa eine Königskerze gebunden.

Die Magie nicht vergessen

Oft wird beschrieben, der Strauß oder Buschen diene als Hausapotheke. Das glaube ich nicht. Wenn auch die Sträuße oft groß ausfallen, reichen die Pflanzen nicht über einen Winter. Ganz zu schweigen davon, dass offen in der Stube verwahrte Kräuter ihre Wirkung einbüßen. Außerdem darf man die Magie nicht vergessen. Jede Entnahme würde die so wichtige Ordnung stören. Meiner Ansicht nach wurde von diesen Buschen lediglich bei lebensbedrohlichen Situationen, wie schwere Stürme und Gewitter, Seuchen unter Vieh und Menschen, davon „geopfert“, vermutlich durch Verräuchern oder Verbrennen im Herdfeuer.

2018 ist kein durchschnittliches Jahr

Dieses Jahr jedoch ist kein durchschnittliches Jahr. Die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben dazu geführt, dass viele Heilpflanzen ihre beste Zeit schon hinter sich haben. Ein Strauß, den wir heute schneiden, wird vermutlich klein ausfallen. Schafgarbe und Wilde Möhre werden sicher dabei sein. Ihnen scheint die Hitze wenig anhaben zu können. Das klare Blau der Wegwarte leuchtet über den braunen Wiesen. Goldrute, ein paar Zweige vom Weißdorn, vielleicht.

Ana und ich werden uns heute Nachmittag auf den Weg machen.

[Mehr zum Thema bietet u. a. der Bayerische Rundfunk]