Wildkräuter entdecken und genießen
Unter dem Motto „die jungen Wilden“ fand am vergangenen Samstag auf Hof Grass wieder „GrassGrün“ statt. „Wandern und Schlemmen“ waren angesagt.
Hier zunächst einige Impressionen:
Wiesenschaumkraut sprießt zur Zeit.
Fleißige Helfer beim Kräutersortieren.
Hier werden die Sprossen vom wilden Hopfen zubereitet.
Das Rezept für die Sprossen vom wilden Hopfen folgt in Kürze.



(Rezept für 15 Stück)
Teig:
300 g Kartoffeln
300 g Mehl
Salz, Zucker
20 g frische Hefe
100 ml Buttermilch
Füllung:
50 g Walnüsse
100 g Bärlauch
80 g Butter
80 g Emmentaler
Salz
1 Bio-Ei
1. Für den Teig:
Die Kartoffeln mit der Schale bei 160 Grad 1 Stunde garen.
Kartoffeln heiß pellen, durch die Kartoffelpresse drücken, mit Mehl, Salz und einer Prise Zucker in einer Schüssel mischen.
Hefe in Buttermilch auflösen, zu der Mehl-Kartoffelmischung hinzu geben. Alles gut durchkneten und den Teig abgedeckt beiseite stellen.
2. Walnüsse in einer Pfanne goldbraun rösten und grob hacken. Bärlauch waschen, trocken schleudern und grob hacken. Butter und Salz glatt rühren. Walnüsse und Bärlauch untermischen.
3. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Den Teig kräftig durchkneten, auf einem bemehlten Backpapier 40 cm x 30 cm ausrollen. Bärlauch Butter daraufstreichen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen. Den Teig mit Hilfe des Backpapiers eng aufrollen, in Stücke schneiden, in die Papierförmchen setzen und abgedeckt 25 Minuten aufgehen lassen.
4. Mit verquirltem Ei die Muffins bestreichen, im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad 15 bis 18 Minuten goldbraun backen.
Dazu einen Wildkräuterquark mit Leinöl reichen.
Bei dem besten vorstellbaren Wetter trafen Ana und ich uns am 7. April 2018 mit anderen mittelhessischen Kräuterfrauen und Wildpflanzenpädagoginnen zu unserem Bildungstag. Themen waren unter anderem: Gründen wir einen Verein? Soll es eine gemeinsame Website geben? – Und so weiter…
Die konzentrierte Arbeit macht natürlich hungrig und neben einem Mitbringbuffet gab es eine praktische Demonstration unserer Köchin Marlene Siguda. Sie zeigte, wie sie das Kochen am offenen Feuer gestaltet und erzählte auch einiges über die Zubereitung in Erdgruben. Für uns bereitete sie Kartoffeln zu und Möhren im Heu, Calzone mit Ricottafüllung auf Stein bzw. gebackene Dachplatten gebacken, in Flaschen gegartes Gemüse (siehe auch Susanne Fischer-Rizzi in „Wilde Küche“, AT Verlag) und gebackene Waffeln.
Wir waren so davon begeistert, dass schon bei unserem Menu am 21. April zur Neun-Kräuter-Suppe die kleinen Calzone gereicht werden. Für das Gemüse in Flaschen üben wir besser noch, aber der Geschmack ist so intensiv, dass auch diese Methode sicher von uns ausprobiert wird.
Der Winter hatte uns dieses Jahr lange im Griff. Gerade zum rechten Zeitpunkt kommt da am 15. April der verkaufsoffene Sonntag in Lich. Die Gärtnerei Volz bietet als besonderen Programmpunkt einen Kräuterspaziergang in die umliegenden Streuobstwiesen an unter der Leitung der Hungener Kräuterfrauen Ana Farago Macht und Renate Hecht. Essbare Wildkräuter stehen dabei im Mittelpunkt, es gibt auch kleine Probierhäppchen zum Abschluss, aber wir wollen auch ein bißchen nach den „wilden“ Vorfahren so mancher Garten- und Zierpflanze schauen. Los geht es um 15 Uhr in der Gärtnerei und dauert ca. 90 Minuten. Eine Anmeldung ist erwünscht, die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind aber herzlich willkommen.
Anmelden können Sie sich ab sofort unter
Tel. 0 64 04 – 6 58 82 22
oder per mail an info@blumen-volz.de