Holunder-Balsamico-Creme

Die Zutaten:
500g Balsamico-Essig, dunkel
400g Holunderbeeren (gewaschen,
ohne Rispen)
250g Zucker, braun
(auch weniger, je nach Geschmack)
4 Körner Piment
1 Nelke
1 kleine Stange Zimt
12g gemahlenen Ingwer
½ Teel. gemahlenen schwarzen Pfeffer
6 Körner Kardamom
1Tl. Honig
etwas Salz

Zubereitung:
Balsamico mit dem Zucker langsam erwärmen. Gewürze dazugeben und fünf Minuten leicht köcheln lassen.

Die Holunderbeeren dazugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Die Gewürze entfernen, Flüssigkeit abkühlen lassen und durch ein Tuch abfiltern, in kleine Flaschen füllen und verschließen.

Schmeckt gut zu kräftigen Salaten!


 

Apfel-Rauke-Hummus

 

1 Apfel
100g Kichererbsen
40g Rucola
140ml Olivenöl
Salz,Pfeffer etwas Zitronensaft.

Alle Zutaten fein pürieren und mit den Gewürze abschmecken.
Passt gut zum Brot, zu Nudeln, ebenso zu zu frittierten Bratlingen.

Variation: Statt Kichererbsen Parmesan und Pinienkerne nehmen und
nach Belieben würzen.


 

Springkraut-Konfitüre

Springkraut Konfitüre100 g Springkrautblüten
200 g Gelierzucker
200 ml Wasser
2 Sterne Anis, etwas Zimt, etwas Kardamom, etwas Piment und Abrieb einer Limette

Die Blüten in 200 ml Wasser etwas 5 Minuten aufkochen und abkühlen.
Die Gewürze 10 Minuten köcheln.
Die Blüten und Gewürze durch ein Sieb gießen mit dem Zucker und dem Limettenabrieb aufkochen und in saubere Gläser abfüllen.

Die Konfitüre schmeckt gut auf einem Butterbrot oder mit Quark.

Das Springkraut findet sich am Bach und Flussufern, die Blüten und Samen sind durchaus essbar. Die Blüten sind mild und süßlich im Geschmack, die Samen haben ein gutes Nussaroma.


 

Zucchini-Bratlinge oder -Pflanzerl oder -Plätzchen (ein Basisrezept)

Wenn man zu viele Zucchini hat…

 

 

1. – Zucchini raspeln und kräftig ausdrücken, die Flüssigkeit  für Suppe oder Smoothie verwenden.

2. – Semmelbrösel, Kräutersalz, Pfeffer und weitere Gewürze bzw. (Wild-)Kräuter zugeben und kurz durchmischen.

3. – Ei/er  zugeben und alles zu einer formbaren Masse vermengen.

4. – Kleine Bratlinge  (Bild4) formen und auf ein Backblech setzen.

5. – Bei 180 °C /Umluft  etwa 25 Minuten backen – oder in einer Pfanne braten.

Dieses Basisrezept kann endlos variiert werden:

Zu 1.  – Weitere Gemüse, getrocknete Tomaten, Pilze, Oliven, Schinken, Käse….

Zu 2. – Es kommen auch Haferflocken, gekochter Reis, Nüsse als Bindung in Frage. Man kann mediterrane Kräuter verwenden, mit Chilis arbeiten, asiatisch würzen etc.

Zu 3. – Natürlich können die Eier durch vegane Produkte ersetzt werden.


 

Mariä Himmelfahrt – 15. August 2018

Der 15. August ist ein Tag, auf den sich Kräuterfrauen freuen, bezeichnet er doch den Beginn der „Frauendreißiger“, des Zeitraums, in dem traditionell die Kräuter geerntet werden, die für Heilzwecke verwendet werden sollen. In einem durchschnittlichen Jahr ist erst ab diesem Zeitpunkt damit zu rechnen, dass die blühenden Kräuter die erwünschte Kraft, Energie und heilsamen Stoffe entwickelt haben, um den Menschen und Hoftieren hilfreich zu sein.

Sehr alter Brauch

Um diesen Tag gebührend zu begehen, werden in manchen Gegenden, vorwiegend im Alpenraum, sogenannte „Kräuterbuschen“ gebunden, also große Sträuße, die das, was die Natur uns an heilsamen Pflanzen schenken kann, repräsentieren. Dieser Brauch ist viel älter, als christliches Brauchtum das vermuten lässt, da die Zahl der Pflanzen im Buschen  „magisch“ sein soll: ein Vielfaches von 3 oder 7 verschiedenen Arten und Exemplaren, also zum Beispiel jeweils drei Stiele von 7 oder 14 Arten werden in einem runden Strauß um eine Mittelpflanze, etwa eine Königskerze gebunden.

Die Magie nicht vergessen

Oft wird beschrieben, der Strauß oder Buschen diene als Hausapotheke. Das glaube ich nicht. Wenn auch die Sträuße oft groß ausfallen, reichen die Pflanzen nicht über einen Winter. Ganz zu schweigen davon, dass offen in der Stube verwahrte Kräuter ihre Wirkung einbüßen. Außerdem darf man die Magie nicht vergessen. Jede Entnahme würde die so wichtige Ordnung stören. Meiner Ansicht nach wurde von diesen Buschen lediglich bei lebensbedrohlichen Situationen, wie schwere Stürme und Gewitter, Seuchen unter Vieh und Menschen, davon „geopfert“, vermutlich durch Verräuchern oder Verbrennen im Herdfeuer.

2018 ist kein durchschnittliches Jahr

Dieses Jahr jedoch ist kein durchschnittliches Jahr. Die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben dazu geführt, dass viele Heilpflanzen ihre beste Zeit schon hinter sich haben. Ein Strauß, den wir heute schneiden, wird vermutlich klein ausfallen. Schafgarbe und Wilde Möhre werden sicher dabei sein. Ihnen scheint die Hitze wenig anhaben zu können. Das klare Blau der Wegwarte leuchtet über den braunen Wiesen. Goldrute, ein paar Zweige vom Weißdorn, vielleicht.

Ana und ich werden uns heute Nachmittag auf den Weg machen.

[Mehr zum Thema bietet u. a. der Bayerische Rundfunk]